Auslage als Kunstobjekt. Das Künstlerpaar Birgit und Peter Kainz stellt seine künstlerische Intervention „Medien – die zweite Haut“ in einem Schaufenster in der Nordbahnstraße aus.

Von Susanne Bauer. Erstellt am 20. Juni 2020 (06:10)
Freuen sich über die Neugestaltung der Auslagen im ehemaligen Kaufhaus „Haus der Geschenke“: Reinhard undRenate Pokorny sowie das Künstlerehepaar Peter und Birgit Kainz vor der NÖN-Auslage.
Susanne Bauer

Ab sofort kann man die künstlerischen Interventionen von Birgit und Peter Kainz in den Schaufenstern des ehemaligen Geschäftes „Haus der Geschenke“ von Reinhard Pokorny in der Nordbahnstraße in Laa sehen.

Nach Anfrage bei dem ehemaligen Geschäftsmann stellte dieser die Auslagen rasch und unkompliziert zur Verfügung. Nach Kooperationen mit Laaer Schulen freut sich Pokorny, nun auch Künstler zu unterstützen, und ist vom Ergebnis begeistert. Wer keine Zeit hatte die Ausstellung „Medien – eine zweite Haut?“ in Wien im Untergeschoss der U2“ im Red Carpet Showroom zu besichtigen, hat nun bis Ende August die Möglichkeit diese in Laa zu bewundern.

Die Gestaltung der mit Zeitungspapier beklebten Puppen wurde vom Künstlerehepaar etwas verändert, denn den Hintergrund bilden nun drei Zeitungswände von deren Mitte ein Auge, ein Ohr und ein Mund den Betrachtern entgegenblicken. „Die so gezeigten Räume stehen symbolisch für unser Tun und unsere Empfindungen. Ein blaues und rotes Band durchzieht die sieben mit Zeitungsartikeln – darunter natürlich auch Teile der NÖN - beklebten Puppen. Die Bänder werden zu Infoträgern, bestückt mit bildhaften Gedanken über Nachrichten. Die Farben stehen für Emotio und Ratio, politische Gegenpole, Arm und Reich und offene Sinne“, erklären Birgit und Peter Kainz.

Die Bevölkerung hat zudem die Möglichkeit Infoblätter aus der angebrachten Box mitzunehmen oder aber auch mit eigenen Werken oder Ideen zu ergänzen, wünschen sich die Künstler. Im Oktober wandert die Ausstellung dann mit allen Projekten, die während der Cornonakrise entstanden sind, ins Palais Strozzi.