Kunst und Kultur rund um den Staatzer Berg. KULTUREVENT / Drei Tage lang zeigte Staatz, in welchen Spielarten Kunst erlebbar ist - von Kinder-Malaktion bis Jam-Session.

Erstellt am 30. August 2011 (09:08)
NOEN, Ingrid FRÖSCHL

STAATZ-KAUTENDORF / Der Kunst ihre Freiheit, meinte Bildhauer Jani Jan J. und hatte gemeinsam mit Elke Wolfbeisser ein Kulturevent in Staatz organisiert, das die zahlreichen Facetten und Spielarten der Kunst zeigte.
Manfred Bauch hatte das von seinem Vater 1965 gestaltete Mosaik an das umgebaute Musikschulbüro angepasst und sich dafür nach langen Jahren wieder seinem Vater angenähert. Nach der Eröffnung am Freitagabend verlagerte sich die Schau ins Innere des Veranstaltungszentrums: 22 Künstler zeigten hier Gustostückerl aus ihrem Schaffen, dabei standen - ohne Berührungsängste - arrivierte Künstler mit internationaler Erfahrung neben Hobbymalern, Schaffenden, die im Schatten des Staatzer Berges leben neben Gast-Malern und Bildhauern aus Wien bis in die Niederlande.

Eine klare, luftige Gestaltung ließ dem Auge Ruhe zum Genießen. Das Ohr kam bei einer musikalischen Einlage von Musical-Star Elisabeth Sikora zu seinem Recht. Der Samstag stand im Zeichen der Kinder: Zuerst wurden die Werke der Schulprojekte präsentiert, dann durften sie mit Pinsel und Farbe aktiv werden und auf einer Großleinwand ihren Staatzer Berg zur Zeit des Mittelalters darstellen. Ur-Staatzerisches war am Abend in der Kirche zu hören: Kapellmeister Daniel Muck steigerte die Jugendkapelle zu einer beeindruckenden Leistung, die mit Standing Ovations bedankt wurde. Neben Klassikern hatte er eigene Werke mit Chorstimmen ergänzt, eine Skulptur mit Musik umschrieben und bot dem 13-jährigen Orchestermitglied Johannes Beranek die Möglichkeit zu einer Uraufführung des ersten Werkes. Nach einer späten Session der Künstler im Musikerheim endete das Wochenende am Sonntag weinviertlerisch: mit böhmischer Blasmusik zum Kirtag. So viele Seiten hat die Kunst.