Ein Traum in Stahl, Chrom und Leder. Der Laaer Stadtplatz wurde für alte Motorräder zur Rennstrecke.

Von Ingrid Fröschl-Wendt. Erstellt am 30. August 2016 (10:09)

Die Luft war voll blauem Rauch, als sich eine riesige Kolonne aus alten Prachtstücken aus Stahl, Chrom und Leder zu einer Startergruppe formierte. Zahlreiche Fahrer historischer Motorräder und Mopeds waren dem Aufruf von Hermann Stöckl zur 16. RBO Trophy gefolgt. Nach der Abfahrt in Tresdorf standen die alten Schönheiten auf dem Laaer Stadtplatz und ließen sich gerne bewundern, während ihre Fahrer das Kutschenmuseum von Wolfgang Satzer besuchten.

Schließlich sollte der letzte Teil der Tour stattfinden: Ein Rundkurs auf der historischen Rennstrecke als Laa noch Schauplatz des internationalen Motorsports war. Diesmal tat man es allerdings schaumgebremster. An der Spitze ein Polizeimotorrad, das das Tempo vorgab, gleich dahinter Horst Stowasser, Sohn des legendären Rennfahrers Walter Stowasser mit dessen alten Renngespann.

Diesmal hatte sich der Motorrad-Fan aber einen besonderen Beifahrer ausgesucht: Bürgermeisterin Brigitte Ribisch wagte sich höchstpersönlich in den Beiwagen, der zu ihrem Schreck allerdings keineswegs einer ehemaligen „Pupperlhutschn“ ähnelte, sondern nur aus einem Brett mit Griff bestand. Denn so hatte sich der Sozius effektiv in die Kurve legen können.

"Diesmal nicht ganz so gefährlich"

Stowasser verlas bei der offiziellen Begrüßung der Fahrer einen Bericht eines ehemaligen Rennfahrers, der den aufregenden Rundkurs in Laa schilderte: Von gefährlichen Schotterpisten, rutschigem Kopfsteinpflaster und tückischen 90 Grad Kurven war da zu hören.
Nun, diesmal war es nicht ganz so gefährlich. Die in die Jahre gekommenen „heißen“ Eisen fuhren die alte Rennstrecke miteinander, nicht gegeneinander. Obwohl: Die polizeiliche Motorradspitze gab doch ein ordentliches Tempo vor und das alte Stowassersche Renngespann legte sich ordentlich ins Zeug, sodass sich die Bürgermeisterin verbissen festklammern musste.

Nach den zwei Ehrenrunden ging es für die Veteranen allerdings gemächlich weiter, zum Mittagessen und zur Siegerehrung der Trophy ins Hanfthaler Lindenwirtshaus.