Belloni (NEOS): „Wollen Sachlichkeit bei GR-Sitzungen“. Umgang der Gemeinderäte untereinander schockiert Susanna Belloni. Sie fordert Übertragung der Sitzungen im Internet.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 19. Oktober 2019 (04:36)
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NEOS-Aktivistin Susanna Belloni will die Laaer Gemeinderatssitzungen im Internet abrufbar machen.

„Die Gemeinderatssitzungen sollen endlich einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, indem man sie auf Video aufnimmt und veröffentlicht.“ Susanna Belloni, vom Team NEOS Laa, fordert eine für Bürgerinnen und Bürger nachvollziehbare Gemeindepolitik.

Bei der jüngsten Sitzung waren die Zuhörerplätze dicht besetzt. Das Interesse an der Laaer Stadtpolitik ist vorhanden: „Diese Art der Transparenz hat sich in Mistelbach und Wolkersdorf bewährt und kann vor allem in verfahrenen Situationen helfen.“ Zudem sei mehr Mitsprache von Bürgerinnen und Bürgern nur dann möglich, wenn sie sich darüber informieren können, was in den Gremien tatsächlich passiert, so Belloni.

„Auf der Tagesordnung im Laaer Gemeinderat stehen persönliche Beleidigungen, viel Klein-Klein und Gerüchte!“Susanna Belloni (NEOS)

Die NEOS-Aktivistin möchte mit diesem Schritt vor allem einer falschen Darstellung von Diskussionen im Gemeinderat zuvorkommen. „Auf der Tagesordnung stehen persönliche Beleidigungen, viel Klein-Klein und Gerüchte. Die streitbare Stimmung hat sogar dazu geführt, dass sich der Investor eines innovativen Wirtschaftsprojekts darüber besorgt geäußert hat.“ Multifunktionszentrums-Investor Rudolf Schütz hatte den Gemeinderäten vor seiner Projektpräsentation ordentlich den Kopf gewaschen und ausgeschlossen, ein Projekt umzusetzen, wenn im Gemeinderat nicht alle an einem Strang ziehen: „Das ist aus meiner Sicht bedenklich, denn die Gemeinde Laa muss jederzeit ein zuverlässiger und professioneller Partner für wirtschaftliche Kooperationen sein“, findet Belloni.

Für die Wahl im Jänner 2020 haben sich die NEOS in Laa viel vorgenommen. „Wir wollen mit starken Persönlichkeiten antreten, um frische Impulse und Sachlichkeit in die Gemeindepolitik zu bringen“, sagt Belloni.