Konzept von Multifunktionszentrum „LaaPlus“ vorgestellt. Die Stadt wird dank Investor Rudolf Schütz attraktiver, doch die Angebote vor Ort müssen genutzt werden.

Von Christoph Szeker. Erstellt am 23. Januar 2020 (12:32)
Bürgermeisterin Brigitte Ribisch konnte unter den Ehrengästen auch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner empfangen.
Szeker

Ärzte, Wohnungen, Büros und ein Nahversorger sollen im Multifunktionszentrum „LaaPlus“ künftig Platz finden. Das ganze Areal wird dabei stufenweise entstehen und neben dem Laaer Bahnhof errichtet. Es soll mehrere Probleme der ländlichen Region auf einmal lösen und wird mit Geld von Investor Rudolf Schütz ermöglicht. Die Konzepte wurden am Freitag in der Burg vorgestellt.

„Ich will der Region etwas zurückgeben“, sagt der gebürtige Wildendürnbacher Schütz dazu. Er investiert in Laa, weil das ganz Land um Laa von dem Projekt profitieren werde. „Solche Voraussetzungen wie hier findet man auf der ganzen Welt nicht“, bekräftigt der Investor zudem. In Wolkersdorf ist er Eigentümer der Firma SPL Tele, davor war er bei Siemens tätig. Doch Unternehmer wollte Schütz schon in der Hauptschule werden.

„Es ist gelungen, die Region von einer vergessenen Region zu einer prosperierenden Region zu machen.“ Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau

Bürgermeisterin Brigitte Ribisch (ÖVP) kann sich nun freuen, dass Schütz einen Teil seiner Gelder in der Stadt Laa anlegt. „Wir spüren in allen Bereichen, dass wir in Grenznähe sind“, sagt die Stadtchefin.

Umso wichtiger seien „große Impulse“, welche der Bevölkerung vor Augen führen, an was es gemangelt habe. Neben dem neuen Multifunktionszentrum ist Ribisch auch die Belebung des Stadtkernes wichtig - „die Projekte sind kurz vor dem Ernten“, sagt sie zuversichtlich.

So soll das Multifunktionszentrum LaaPlus des Investors Rudolf Schütz einmal aussehen.
Woschitz Group, SH GmbH, MJM Architekten

Zuversichtlich war bei der Präsentation in der Laaer Burg auch Raumplaner Hans Emrich. Er begleitet mit seinen Mitarbeitern die Region schon seit über 20 Jahren und freut sich, dass „aus Papier Wirklichkeit wird“ und Investor Schütz dank Raumplanung eine Chance in der Region sieht.

"Prosperierende Region"

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner war zum Auftakt des Großprojektes ebenfalls nach Laa gekommen. Sie stellte fest, dass mit Projekten wie der Therme Laa bereits viel erreicht wurde: „Es ist gelungen, die Region von einer vergessenen Region zu einer prosperierenden Region zu machen“, so die Landeshauptfrau. Das zeige sich daran, dass in der Gemeinde die Einpendlerzahl heute höher ist als die Zahl der Auspendler. In ihrer Ansprache sagte Mikl-Leitner dem Projekt bereits die Unterstützung des Landes zu.

Allerdings sprach sie auch eine Mahnung aus: „Wir können investieren, was wir wollen, wenn wir nicht bereit sind regional zu handeln.“ Mikl-Leitner meint damit vor allem den Online-Handel, welcher mit Nachhaltigkeit nichts zu tun habe. Belebte Zentren und online kaufen geht nicht, so ihr Appell an die Zuhörer.