Kunsthaus: Malen mit Wolle. Tschechische Guppe präsentiert im Kunsthaus kunstvoll gewebte Tapisserien.

Von Ingrid Fröschl-Wendt. Erstellt am 08. November 2016 (10:02)

Fast sieht es so aus, als wäre die aktuelle Ausstellung des Kunsthauses Laa „Mit Farbe und Faden“ im alten Bürgerspital eine Fortsetzung der vorhergehenden, meinte die Kuratorin des Kunsthauses, Elisabeth Ledersberger-Lehoczky, denn zu den Bildern von Peter Proksch waren die daraus gestalteten Tapisserien seiner Frau Heide - aufwendig auf einem Webstuhl gewebt – zu sehen.

Nun stellte eine ganze Künstlergruppe – durch Vermittlung des Falkensteiner Textilkünstlers Alfred Hruschka - aus dem Raum Brünn Tapisserien aus, aber nach einer gänzlich anderen Methode gefertigt.

Es ist Art Protis, ein Patent der Brünner Firma und basiert auf einer Textilmaschine, die einst im gesamten Osten in Betrieb war. Ziel der Entwicklung der Maschine war günstig und für Jedermann Wandteppiche herzustellen, denn textile Wandbilder gehörten seit jeher zum Kostbarsten adeliger Haushalte.

„Malen mit Wolle“ nennt Hana Langova-Veprekova, die Sprecherin der Künstlerinnengruppe ihre Arbeitsweise. Dazu wird mit gefärbtem Wollfilz, beziehungsweise Wollfäden, aber auch anderen textilen Materialen ein Bild gelegt und dann mithilfe der Maschine auf die Unterlage aufgenäht.
Die Ausstellung „Mit Farbe und Faden“ ist jeweils samstags und sonntags von 14 bis 16 Uhr bis 14. Dezember geöffnet.