Petition läuft: Nahversorger soll bleiben

Zwei Laaerinnen initiierten eine Onlinepetition und Unterschriftenaktion für den Erhalt des Spar Marktes am Stadtplatz.

Erstellt am 14. Januar 2022 | 05:24
Lesezeit: 2 Min
440_0008_8265762_mis02mpf_spar_laa.jpg
Spar will seinen Markt vom Stadtplatz ins LaaPlus bei der Neustadt verlegen. Viele Laaer wollen den Nahversorger im Zentrum nicht missen.
Foto: Michael Pfabigan

Für die ersten 1.000 Unterschriften brauchte die Online-Petition von Ingrid Lehner-Pfennigbauer und Verena Summhammer zum Erhalt eines Nahversorgers im Stadtzentrum Laas etwas mehr als 24 Stunden. In den Geschäften rund um den Hauptplatz liegen zudem Unterschriftenlisten auf. Montagabend hatten 1.250 Personen unterzeichnet.

„An dem Tag, als der Bericht über die geplante Schließung des Spar Marktes am Stadtplatz in der Mistelbacher NÖN erschien, stand ich bei einer der Kassen im Spar in der Schlange und die Leute waren sehr betroffen, dass sie dieses Geschäft jetzt verlieren sollen“, erzählt Verena Summhammer.

Gemeinsam mit ihrer Freundin Ingrid Lehner-Pfennigbauer beschlossen die passionierten Fußgängerinnen und Radfahrerinnen, eine überparteiliche Plattform für alle, die bei diesem Thema aktiv werden wollen, zu gründen: „Wir legen Wert darauf, dass Geschäfte fußläufig erreichbar bleiben“, sagt Summhammer, die mit den beiden Petitionen auch die Gemeinde und Bürgermeisterin Brigitte Ribisch unterstützen will: „Wir wollen zeigen, dass ein Geschäft am Stadtplatz Potenzial hat.“ Denn auch die Gemeinde sei bestrebt, die Nahversorgung im Stadtzentrum sicherstellen zu können.

Neben der Online-Petition gibt es diese auch als Unterschriftenliste in den Geschäften rund um den Stadtplatz: „Was mich freut war, dass wir mit unseren Listen mit offenen Armen aufgenommen wurden und wir nicht erst erklären mussten, was wir mit unserer Petition erreichen wollen“, freut sich Summhammer.

Nikodym: „Probleme lösen statt nur Polemik“

Politisch verwickelt sich die Laaer Innenpolitik in einen heftigen Schlagabtausch rund um das Multifunktionszentrum LaaPlus, dem vor allem die Liste proLAA Schuld am Abzug des Nahversorgers vom Stadtplatz gibt. Christian Nikodym, Chef der „Unabhängigen Liste Land um Laa“ ULLAA verwies darauf, dass beim Grundsatzbeschluss für das Multifunktionszentrum und den Nahversorger dort auch proLAA zugestimmt hätte.

Die Misere am Hauptplatz habe ihre Wurzeln in Entwicklungen vor vielen Jahren. proLAA kontert, dass sie schon vor Jahren vor den damals „Smart City“ genannten Plänen gewarnt hätten.

Statt in die Vergangenheit zu schauen, solle an der Zukunft gearbeitet werden: „Packen wir die Gelegenheit beim Schopf und entwickeln wir ein tragbares Konzept mit den Anrainern und der Gemeinde, um eine Belebung und Begrünung des Stadtplatzes zu erreichen“, fordert Nikodym: „Versuchen wir die Probleme unserer Stadt zu lösen und nicht durch politische Ränkespiele LaaPlus und den Stadtplatz gegeneinander auszuspielen.“