Laa: "War lebensbedrohlich für das Pferd!". Die FF Laa zog ein Pferd, das in seiner Box nicht mehr aufstehen konnte, ins Freie, wo es vom Kran der Feuerwehr wieder auf die Beine gestellt wurde.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 27. Januar 2020 (21:59)

Die Bergung eines Pferdes, das apathisch in seiner Box lag: Die FF Laa musste am 25. Jänner, während der Vorbereitungsarbeiten für ihren FF-Ball, zu einer Tierrettung ausrücken.

Als die Florianis gegen 12.30 Uhr am Einsatzort ankamen, teilte die Besitzerin des Tieres der Feuerwehr mit, dass das Tier mindestens seit 8 Uhr in der Früh liege und dass dies für Pferde bereits lebensbedrohlich sein könne.

„Zuerst wurde versucht, das Tier in seiner Box aufzustellen. Mithilfe eines Motorkrans und von Rundschlingen haben die Feuerwehrmitglieder versucht, das Tier auf seine Beine zu stellen“, schildert ein Feuerwehrsprecher. Die beengte Situation in der Box erschwerte den ersten Versuch, dem Tier zu helfen, erheblich. Nachdem das Tier immer weniger Lebenszeichen von sich gab und auch die Aufstellversuche nicht gelangen, wurde eine Tierärztin hinzugezogen, um die Situation zu beurteilen. Die Eigentümer hatten zu diesem Zeitpunkt bereits die Befürchtung, dass es für das geliebte Tier keine Hilfe mehr gäbe.

Die Feuerwehrleute Ulrike Steyrer und Uwe Winkler wollten nicht aufgeben, selbes galt auch für alle anderen Feuerwehrleute. Nun wurde der LAST nachgefordert und mithilfe des Krans sollte dem Tier geholfen werden. „Damit dies möglich war, wurden Unterlegematten mit Stroh bestreut, um die Reibung zwischen Tier und Boden so gering wie möglich zu halten“, sagt der Feuerwehrmann: „Danach wurde unter der fachlichen Anleitung der Tierärztin das Tier mit den Vorderhufen aus dem Stall ins Freie gezogen.

„Nachdem das Pferd im Freien war, konnte der Kran in Stellung gebracht werden“, sagt der FF-Sprecher. Mit Rundschlingen, die nach Anweisung der Tierärztin angebracht wurden, wurde das Pferd mithilfe des Krans gehoben. So kam der Kreislauf des Tieres wieder in Schwung und der Kran wurde ein wenig abgelassen, damit das Pferd Bodenkontakt hatte. Nun war der Kran nur mehr sichernd im Einsatz und zehn Minuten später konnte das Pferd alleine stehen.

„Die überglücklichen Besitzer machten sofort kleine Gehversuche mit dem Pferd, das sich überraschend rasch erholte und nach weiteren zehn Minuten auch wieder zu fressen begann“, sagt der Feuerwehrmann.

Die Feuerwehrmänner und -frauen freuten sich gemeinsam mit den Besitzern über die geglückte Rettung.