Bedarf für "Betreubares Wohnen" wird erhoben. Thema feiert nach zehn Jahren Auferstehung. Unklar ist noch, was gebraucht wird.

Von Claudia Mimlich. Erstellt am 19. Mai 2019 (04:02)
Gemeinderatssitzung in Ladendorf: Beim Thema „Betreubares/betreutes Wohnen“ wollen die Gemeinderäte jetzt den Bedarf an derartigen Einrichtungen für die Gemeinde erheben lassen: Josef Wasinger, Manfred Gail, Erich Zeiler, Bürgermeister Thomas Ludwig, Jürgen Leitner, Rainer Pilwarsch und David Kien.
Claudia Mimlich

Bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates kam das wiederbelebte Projekt „Betreubares Wohnen“, das schon 2010 unter Bürgermeister Othmar Matzinger (ÖVP) als „Betreutes Wohnen“ in Diskussion war, neuerlich aufs Tapet. Damals gab es reichlich Anfragen bezüglich einer „betreuten Wohnhausanlage“ für Senioren in der Gemeinde.

Damals wurde einstimmig ein Grundsatzbeschluss gefasst, und es wurde ein Grundstück in der Lindenallee für dieses Projekt bestimmt, das man für die Errichtung einer Wohnhausanlage, in der betreutes Wohnen ermöglicht würde, zur Verfügung stellen werde. Anscheinend gingen die Anfragen zurück.

Erst wieder 2018 schaffte es das Thema auf die Tagesordnung einer Gemeinderatssitzung, wurde aber wieder gestrichen, da der eingeladene Vortragende kurzfristig abgesagt hatte.

Nun taucht das Thema in neuer Frische auf, allerdings mit dem kleinen Unterschied, dass es nicht mehr „betreutes“, sondern „betreubares“ Wohnen genannt wird. In der Praxis ist der Unterschied allerdings eklatant. Ein „betreut Wohnender“ ist auf Dienstleistungen angewiesen, ein „betreubar Wohnender“ nicht.

Zweiter lebt selbstständig in einer seniorengerechten, barrierefreien Wohnung. In naher Zukunft wird in der Gemeinde eine Erhebung über den aktuellen Bedarf einer Senioreneinrichtung durchgeführt.

Im Gemeinderat einigte man sich auf eine gemeinsame Erarbeitung der Thematik. „Jeden Bedarf werden wir allerdings nicht decken können“, sagt Vizebürgermeister Erich Zeiler (ÖVP).

Für die fitteren Erwachsenen oder die, die es werden wollen, steht die Planung eines Bewegungsraumes an. Dafür muss sich allerdings ein geeignetes Grundstück finden, das den Ansprüchen der Bestimmungen der Förderrichtlinien für einen Bewegungspark gerecht wird. Ein solcher Park soll in erster Linie für Erwachsene geeignet sein, wobei ihn Kinder selbstverständlich auch benützen dürfen.