Neue Pächter für Buschberghütte, kein Personal für Café. Die Espressobetreiber-Familie Ulbinger übernimmt die Buschberghütte.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 04. Juni 2021 (04:27)
Doris uns Herbert Ulbinger werden ab 17. Juni die Buschberghütte betreiben. Bis dahin werden noch einige Umbauten erfolgen.
Josef Christelli

„Ursprünglich hat es geheißen, dass wir die Buschberghütte mit November übernehmen sollen, jetzt will der Alpenverein, dass wir schon mit 17. Juni aufmachen.“ Der vorgegebene Zeitplan bringt Doris und Herbert Ulbinger etwas ins Straucheln.

Denn das Cafétierpaar mit Lokalen in Ernstbrunn und Ladendorf wird die auf 480 Metern Seehöhe niedrigst gelegene Alpenvereinshütte Österreichs übernehmen.

Der Kurzfristigkeit des Zeitplanes geschuldet, will Doris Ulbinger auch noch keine großen Ankündigungen machen, was sie alles mit der Buschberghütte vorhat. „Auf jeden Fall will ich das Matratzenlager wieder reaktivieren, um Pilgern am Jakobsweg und Schülergruppen die Möglichkeit zu bieten, hier, mitten in der Wildnis, zu übernachten“, sagt Ulbinger. Derzeit sei das Matratzenlager nicht in Betrieb. Dafür wird das Matratzenlager komplett saniert. Saniert wird auch die Küche, ein Ausgabefenster für to-go-Essen wird eingebaut und ein Getränkeautomat aufgestellt, der Besucher auch in Abwesenheit der Wirtsleute versorgen wird.

Gepachtet wurde die Buschberghütte von Herbert und Doris Ulbinger gemeinsam. Während sich Doris mehr um ihre beiden Lokale „Espresso Doris“ in Ernstbrunn und „Espresso Ulbinger“ in Ladendorf kümmern wird, wird Herbert eher für die Buschberghütte verantwortlich sein. „Mir ist wichtig festzuhalten, dass wir die als Familie betreiben“, sagt die Chefin.

Kein Servier-Personal am Arbeitsmarkt

Größtes Problem der Ulbingers ist derzeit allerdings die Personalknappheit: Wir suchen für die Buschberghütte Servierpersonal, eine Kraft für die Küche in Ernstbrunn und je drei Kellnerinnen für Ernstbrunn und Ladendorf“, sagt Doris Ulbinger. Das Ladendorfer „Espresso Ulbinger“ ist derzeit geschlossen. „Wegen Umstrukturierung“, steht auf einem Aushang an der Eingangstür. „Wir haben derzeit schlichtweg kein Personal für das Café“, sagt Doris Ulbinger: Viele Arbeitskräfte aus der Gastronomie seien in der Coronakrise in den Handel abgewandert. „Die wollen einen krisenfesten Job“, sagt die künftige Buschbergwirtin. Ladendorf werde aber wieder aufgesperrt, sobald wieder Personal vorhanden ist.

Die Ulbingers suchen schon seit längerem einen Käufer für das Lokal in Ladendorf: „Stimmt“, bestätigt Doris Ulbinger: „Aber bis wir einen Käufer gefunden haben, lassen wir das Café Ulbinger offen.“ Vorausgesetzt, es findet sich Personal.

Auf der Immobilienplattform www.willhaben.at wird das 870 Quadratmeter große Espresso derzeit um 399.000 Euro angeboten.

Derzeit ist das Ladendorfer „Espresso Ulbinger“ geschlossen – weil das Personal zum Betrieb fehlt, sagt Chefin Doris Ulbinger. Sobald das wieder vorhanden ist, soll wieder aufgesperrt werden, versichert sie.
Pfabigan