Gemeinde vor der Wahl befriedet. Bürgermeister Thomas Ludwig sieht gute Arbeit, MUT will vier Mandate.

Von Claudia Mimlich. Erstellt am 16. Januar 2020 (03:36)
Bürgermeister Thomas Ludwig (ÖVP), David Kien (Grünen), Markus Hemerka (SPÖ), Herwig Ruf (Bürgerliste MUT), Conny Makowsky-Egger (Liste NÖ)
Gemeinde; zVg; SPÖ; MUT; Pfabigan

Erstmals den Gemeinderatswahlen stellt sich die Liste NÖ in Ladendorf, zumindest unter diesem Namen. An vorderster Front stehen die Gemeinderäte Cornelia Makowsky-Egger, die von Anfang an aktive und kritische Politik versprach und Manfred Gail, der viele Jahre die Freiheitlichen an der Seite des damaligen FPÖ-Urgesteins Karl Schwab im Gemeinderat vertrat.

Beide aktuellen Kandidaten hatten sich 2017 nach Differenzen von der Bezirks-FPÖ getrennt und gingen eigene Wege mit der Gründung der Ortsgruppe Ladendorf für die von Barbara Rosenkranz gegründete Liste NÖ (damals FLÖ). Und: Seit der Abspaltung bekommt die FPÖ keinen Fuß auf Ladendorfer Boden.

„Ich erwarte zumindest vier Mandate. Alles, was darunter ist, sagt mir, dass die Bürger unsere Aktivitäten nicht interessieren!“ Rainer Pilwarsch, MUT Ladendorf

Guter Dinge hinsichtlich der Wahlen ist in Ladendorf zweifellos die ÖVP. „Wir haben in den letzten fünf Jahren gute Arbeit geleistet, denke ich, und hoffe die Wähler werden dies mit ihren Stimmen honorieren“, so der erste Mann der ÖVP Ladendorf, Bürgermeister Thomas Ludwig. Warum kann Ludwig beruhigter in die Wahl gehen als seine Vorgänger? Damals war Othmar Matzinger in der Gemeinde am Ruder. Von seinem Führungsstil fühlten sich manche übergangen, die Bürgerliste MUT hatte eine breite Angriffsfläche. Unter Ludwig wurden die Konflikte mit der Opposition weniger, wenn es politisch rumpelte, dann deswegen, weil er inhaltliche Baustellen der Vergangenheit aufzuarbeiten hatte.

Der stärkste Gegner aus 2015, die Bürgerliste MUT, tritt erneut zur Wahl an, diesmal mit Herwig Ruf an erster Stelle. Gründer Rainer Pilwarsch nahm sich aus Zeitgründen ein wenig zurück. Pilwarsch: „Eine Prognose ist schwer zu stellen, aber ich erwarte zumindest vier Mandate. Alles, was darunter ist, sagt mir, dass die Ladendorfer Bürger unsere Aktivitäten nicht interessieren.“

Dass das Mitwirken der Grünen in der Regierung auch seiner Partei in Ladendorf einen Aufwind verleihen wird, hofft der Grün-Spitzenkandidat Gemeinderat David Kien. So könnte es möglich sein, ein zweites Mandat zu erlangen. Eine Besetzung dafür stünde in der Person der Raumplanerin und Ziviltechnikerin Michaela Weinwurm bereit; eine Frau mit Fähigkeiten, die einer Gemeinde durchaus von Nutzen sein könnten.

Markus Hemerka von der SPÖ hat einen großen Wunsch, nämlich eine hohe Wahlbeteiligung. „Das ist einfach wichtig für die Demokratie“, so Hemerka. Und natürlich soll auch die SPÖ stärker werden.