Makowsky: Aufregung um Göring-Zitat auf Facebook-Seite. Liste-Niederösterreich-Chefin sieht Wahres bei Kriegsverbrecher-Sager.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 14. September 2020 (17:28)
Kein Problem damit, Kriegsverbrecher Hermann Göring auf ihrer Facebook-Seite zu zitieren: Liste-NÖ-Chefin Cornelia Makowsky. 
 
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Verwunderung über die Ex-FPÖ-Politikerin und Landeschefin der Liste Niederösterreich Cornelia Makowsky: Auf Facebook postete sie ein Zitat von Hermann Göring, der wegen seiner Verbrechen während des NS-Regimes zu Tode verurteilten Nazi-Größe.

„Warum sollte man das nicht machen, er sagte beim Nürnberger Prozess ja nichts Verwerfliches“, rechtfertigt sich Makowsky: „Das hat nichts mit Sympathien mit der damaligen Zeit zu tun.“

Sie habe damit auf die undemokratischen Maßnahmen der türkis-grünen Regierung hinweisen wollen: „Es gibt eine Corona-Ampel, auf der fast alles grün ist, und die Regierung verordnet plötzlich ganz Österreich Maskenpflicht und Einschränkungen in der Gastronomie.“ Das erinnere stark an andere Zeiten, in denen die Rechte derart eingeschränkt wurden: „Wir treten für Freiheit, Meinungsfreiheit und Demokratie ein“, sagt die Ladendorferin. „Politisch auf der rechten Seite stehend, distanziere ich mich deutlich vom Nationalsozialismus, wir wehren uns aber gegen Maßnahmen, die uns diktatorisch auferlegt werden.“

Liste NÖ: Homepage nicht erreichbar

Stichwort Liste Niederösterreich: Nach der Wahlschlappe nach der Gemeinderatswahl im Jänner ist es ruhig um die Gruppierung geworden, die Homepage ist nicht erreichbar: „Wir haben die Partei nach der Wahl ruhend gestellt“, sagt die Landesvorsitzende, die die Partei von Gründerin Barbara Rosenkranz übernommen hatte. Kann man mehrere Postings von H.C. Strache auf ihrem Facebook-Account als Annäherung an dessen Liste H.C. Strache deuten? „Jetzt wählt einmal Wien, da wird man sehen, wie Strache dort abschneidet“, sagt Makowsky, und meint: „Was sich in Zukunft ergibt, wird sich zeigen.“

Sie ist überzeugt, dass die politische Lage turbulent sei und kein Stein auf dem anderen bleiben werde: „Wir warten ab und schauen erste Reihe fußfrei zu“, erklärt die Liste-Niederösterreich-Frontfrau.