Nach Bürgermeisterrücktritt: Schwarzes Team fix. Thomas Ludwig wird Orts-Chef, Hager bleibt Vize, Balazs und Macher neu im Gemeinderat.

Von Josef Christelli. Erstellt am 21. September 2016 (02:50)
zVg
Hermine Balazs kehrt in den Ladendorfer Gemeinderat zurück.
Neu in der ÖVP-Gemeinderatsriege ist Manuel Macher.

Durch den Abgang von Manfred Hager und Roman Frühwirth ist im Ladendorfer Gemeinderat ein größerer Umbau des schwarzen Teams notwendig. Als Bürgermeister soll Thomas Ludwig dem abgetretenen Hager folgen. Der 42-jährige Herrnleiser ÖVP-Mandatar Ludwig war bisher schon im Gemeindevorstand. Fix ist, dass Erich Zeiler der Vizebürgermeister bleibt.

Zeiler hat in den letzten Tagen das Amt des Bürgermeisters ausgeführt und sich um die Agenden der Gemeinde gekümmert. Er wird weiterhin als Stütze des Bürgermeisters agieren, so wie unter Hager. Zeiler ist Landwirt und kann sich die Zeit für die Gemeinde selbst einteilen: „Tagsüber für die Gemeinde unterwegs, abends und am Wochenende halt am Traktor“, nimmt Zeiler sein Amt engagiert wahr.

Die ÖVP-Gemeinderatsmandate von Hager und Frühwirth werden Hermine Balazs und Manuel Macher übernehmen.

Balazs ist die Ortsvorsteherin von Neubau und war schon einmal rund eineinhalb Jahre in der Ära Matzinger im Gemeinderat. Die Neunundfünfzigjährige ist seit 2008 die Ortsvorsteherin und somit auch in der Öffentlichkeit engagiert.

Manuel Macher ist der Sohn des legendären Feuerwehr-Abschnittskommandanten Karl Macher, der früher auch in Matzingers ÖVP-Gemeinderatsriege seinen Mann stellte. Manuel Macher ist Familienvater und als Landesbediensteter bei der Straßenmeisterei Mistelbach im Dienst.

Der Dreiunddreißigjährige ist in der heimischen Feuerwehr als Atemschutzsachbearbeiter sehr engagiert und gehört seit 2015 der ÖVP-Gemeindepartei an.

Ein Wermutstropfen für Grafensulz ist der Rücktritt von Roman Frühwirth: Jetzt ist der Ort als einzige Katastralgemeinde nicht mehr mit einem eigenen Mandatar im Gemeinderat vertreten.

Ihre „Claims“ versucht die Bürgerliste MUT durch den Bürgermeisterwechsel weiter abzustecken: In einem Schreiben an die Bevölkerung fordert sie, dass die Planung des neuen Kindergartens überdacht werden, eine langfristige Finanzplanung erstellt und die Bevölkerung mehr informiert werden soll. Auch das Ende der Freunderlwirtschaft wird in der neun Punkte umfassenden Aussendung gefordert.

Auf den neuen Bürgermeister wartet somit jede Menge Arbeit und keine Schonfrist seitens der Opposition.