Unwetter wird der Kampf angesagt. Schon der Gedanke an ein erneutes Unwetter versetzt die Anrainer des Markusweges in Ladendorf in Panik: Nicht einmal zwei Wochen ist es her, dass Regenfälle in dem Straßenzug für Überschwemmungen sorgten (die NÖN berichtete).

Von Elisabeth Vyvadil und Michaela Höberth. Erstellt am 01. August 2018 (05:01)
NOEN, FF Symbolbild

Ein Rückhaltebecken ist seit 24 Jahren angedacht. Die NÖN wollte wissen, warum die Umsetzung des geplanten Rückhaltebeckens dort so lange dauert und hakte beim Land nach.

„Aktuell ist noch kein Projekt fertig“, so Norbert Knopf von der zuständigen Abteilung. Zudem hätte sich herausgestellt, dass das vorgesehene Grundstück nicht ausreiche, um die erforderlichen Schutzmaßnahmen zu bauen. „Es bräuchte dort ein Becken, das dem Ausmaß eines hundertjährlichen Hochwassers standhält. Derzeit wäre dort aber nur ein Becken möglich, das gegen ein dreißigjährliches Hochwasser schützt“, so Knopf. Dabei geht es um die möglichen Abflussmengen: Bei einem dreißigjährlichen Hochwasser müssen 10.050 Kubikmeter pro Sekunde abfließen können, bei einem hundertjährlichen jedoch 11.200 Kubikmeter.

VP-Bürgermeister Thomas Ludwig präzisiert auf NÖN-Anfrage jedoch: „Ich habe mit den Verantwortlichen geredet, es geht dabei um das mögliche Speichervolumen.“ Man müsse sich keine Sorgen machen: Ludwig hat gemeinsam mit den Experten eine Möglichkeit gefunden, trotz kleinerem Becken für maximalen Schutz vor einem Jahrhunderthochwasser zu sorgen.


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