20-Jähriger drohte auf Facebook Amoklauf an. 20-Jähriger drohte auf Facebook erweiterten Selbstmord an, Polizei fand keine Indizien für die Tat.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 07. Mai 2019 (10:46)
Symbolbild

Möglicherweise konnte die Polizei am Wochenende einen Amoklauf verhindern. Ein 20-jähriger Mann kündigte via Facebook an, dass er am Sonntag „aus dieser Welt scheiden und einige mitnehmen“ werde. Seine Bekannten nahmen die Androhung zumindest so ernst, dass sie die Polizei einschalteten.

Obwohl der Polizei nicht unbekannt, machte der junge Mann auf die Beamten keinen unbedingt gefährlichen Eindruck. Er sei nach einem Streit schlecht drauf gewesen, gab er bei der Befragung zu Protokoll. Wo und an wem er sich rächen hätte wollen, wollte er nicht sagen, er hatte auch auf Facebook keine entsprechenden Angaben gemacht.

„Auf eigenen Wunsch ließ er sich dann in die psychiatrische Abteilung am Landesklinikum Hollabrunn einliefern, wo er untersucht wurde“, berichtet ein Ermittler.

Die Ärzte fanden keine Anzeichen für eine Selbst- oder Fremdgefährdung, also wurde er wieder nach Hause geschickt. Dort empfingen ihn die Polizisten, durchsuchten seine Wohnung auf Waffen oder sonstige verdächtige Dinge – gefunden wurde nichts.

Alkohol bei Posting wird nicht ausgeschlossen

Ob Alkohol, Medikamente oder Drogen zum Zeitpunkt des Postings im Spiel waren, wollte die Polizei nicht ausschließen. „Auf jeden Fall haben die Bekannten richtig reagiert und uns informiert“, sagt der Ermittler: „Nur durch die Aufmerksamkeit der Bürger können etwaige Amokläufe verhindert werden.“

Der junge Mann wurde wegen gefährlicher Drohung auf freiem Fuß angezeigt.