Müll zentral sammeln: Zwei neue Zentren in Planung

Im Gemeindeverband für Aufgaben des Umweltschutzes im Gerichtsbezirk Laa (GAUL) sollen zwei Wertstoffsammelzentren die bisherigen Bauhof-Sammelstellen ersetzen.

Michael Pfabigan
Michael Pfabigan Erstellt am 06. Oktober 2021 | 05:40
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Mistelbach und Wilfersdorf haben bereits ein modernes Wertstoff-Sammelzentrum. Im Land um Laa sollen zwei derartige Sammelzentren entstehen.
Foto: Michael Pfabigan

„Wir wissen, dass wir in Zukunft ein modernes Wertstoffsammelzentrum brauchen, manche Gemeinden haben jetzt schon Probleme mit ihrem“, sagt die Obfrau des Gemeindeverbandes für Aufgaben des Umweltschutzes im Gerichtsbezirk Laa (GAUL), Karin Gepperth. Die Planungen um zwei zentrale Sammelzentren für die gesamte Region nehmen jetzt wieder Fahrt auf, demnächst ist eine Exkursion zum Sammelzentrum Kollersdorf geplant, um einen Eindruck zu bekommen, was ein modernes Sammelzentrum bietet.

Die Diskussion um zwei gemeindeübergreifende Wertstoffsammelzentren ist nicht neu: Vor Jahren war so etwas bereits angedacht, scheiterte dann aber am Widerstand der einwohnerstarken Stadtgemeinde Laa. „Mir war wichtig, dass Laa dieses Mal mitzieht“, sagt Gepperth.

Förderung vom Land nur, wenn Sammelzentren gemeindeübergreifend

Geplant sind zwei Sammelzentren: Eines für die westlichen Gemeinden, da soll ein Standort bei Unterschoderlee geplant sein, und eines für die Ostgemeinden – Standort vermutlich im Raum Laa. Aber warum zwei gemeindeübergreifende Sammelzentren? „Die werden vom Land gefördert, wenn jeder seine eigenen Bauhöfe ausbaut, dann gibt es die Förderung nicht“, sagt Gepperth. Außerdem werden die gesetzlichen Auflagen für die Sammelzentren jährlich strenger, für Gemeinden bedeutet das laufende Nachrüsten hohe Kosten.

Beispiel Stronsdorf: Für den vorgeschriebenen Sammelcontainer für Lithium-Ionen-Batterien hat die Gemeinde auf eigenem Grund keinen Platz mehr und muss diesen vom Nachbarn anmieten, der Alteisencontainer steht so, dass das Aufladen zu einer halbstündigen Prozedur wird, schildert Gepperth, selbst Bürgermeisterin in Stronsdorf.

Noch nicht besprochen wurde die Frage, ob es dezentrale Sammelstellen für Grünschnitt geben soll. Wie geht es weiter? Nach der Exkursion soll es Info-Veranstaltungen geben, Ende des Jahres soll die Planung abgeschlossen sein.

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