Patienten-Ombudsfrau findet Lösungen in Streitfällen. Patienten-Ombudsfrau Stephanie Resch-Kirner sucht unparteiisch und neutral nach Lösungen in Streitfällen.

Von Michaela Höberth und Michael Pfabigan. Erstellt am 16. März 2019 (04:30)
Robert Herbst
Stephanie Resch-Kirner ist seit 2017 Patienten-Ombudsfrau im Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf: Mit Beschwerdeführern und Klinik sucht sie nach einer gemeinsamen Lösung.

Die Watschen in den sozialen Netzwerken in der Emotion sind rasch ausgeteilt, die Folge sind Shitstorms, gegen die sich die an den Pranger Gestellten kaum wehren können:

„Wenn das Klinikum kritisiert wird, ohne Möglichkeit, mit dem Beschwerdeführer zu sprechen und Verbesserungsmöglichkeiten erarbeiten zu können – so was trifft mich hart“, gesteht Stephanie Resch-Kirner, Patienten-Ombudsfrau am Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf.

An sie können sich Patienten wenden, wenn sie das Gefühl haben, nicht so behandelt zu werden, wie zu erwarten gewesen wäre: „Ich stehe als erste Ansprechperson zur Verfügung und freue mich, gemeinsam eine gute Lösung zu finden“, sagt Resch-Kirner: „Als Ombudsfrau agiere ich unparteiisch, neutral und immer lösungsorientiert zum Wohle der Patienten.“

„Meistens sind es Kommunikations- oder zwischenmenschliche Probleme, aber auch Ängste um die eigene Gesundheit, die Fragen aufwerfen und zu Unstimmigkeiten und Unsicherheiten führen können“Patienten-Ombudsfrau Stephanie Resch-Kirner 

Stephanie Resch-Kirner kennt den Klinikalltag und mögliche Problemfelder zwischen Patienten, Angehörigen und Spitals-umfeld: Sie ist seit 19 Jahren diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin, 2017 übernahm sie die Ombudsstelle. „Meistens sind es Kommunikations- oder zwischenmenschliche Probleme, aber auch Ängste um die eigene Gesundheit, die Fragen aufwerfen und zu Unstimmigkeiten und Unsicherheiten führen können“, weiß die Ombudsfrau. Hier sei es wichtig, als Moderatorin erklärend einzugreifen, Gespräche zu organisieren, Stellungnahmen einzuholen oder diverse krankenhausinterne Prozesse zu erklären.

Ein besonderes Erlebnis? „Wir haben es geschafft, dass eine in Amerika lebende Angehörige mittels eines extra ausgemachten Codewortes auch im Ausland telefonisch Auskunft über den Gesundheitszustand ihrer Mutter bekam“, erzählt Resch-Kirner. Die Angehörige hatte sich aus der Ferne von Infos ausgeschlossen gefühlt, Gespräche brachten hier die Lösung.