Pflegedirektor Joachim Schulze geht nach einem Jahr. Joachim Schulze muss mit 1. April seinen Sessel im Landesklinikums Mistelbach wieder räumen. Posten ist jetzt neu ausgeschrieben.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 03. Februar 2021 (05:10)
Joachim Schulze war nur ein Jahr Pflegedirektor am Landesklinikum Mistelbach. Sein Vertrag wurde nicht verlängert.
Landesklinikum Mistelbach

Nicht einmal ein Jahr war der Pflegedirektor des Landesklinikums Mistelbach im Amt: Joachim Schulze, der die pflegerischen Agenden am größten Landesklinikum im Weinviertel am 1. April 2020 übernommen hatte, geht schon wieder. Sein Nachfolger soll mit 1. April 2021 installiert werden. Das geht aus den jetzt veröffentlichten Ausschreibungsunterlagen hervor.

Schulze war dem Ebendorfer Langzeit-Pflegedirektor Josef L. Strobl gefolgt. Schulze war bei seiner Präsentation als „hervorragender Pflegewissenschaftler, der die Pflege sowohl aus der Praxis als auch der Theorie kennt“, gefeiert worden. Zuvor war der Diplom-Pflegewirt Vortragender an der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften am Campus Krems gewesen.

Warum wurde der Vertrag nicht verlängert? Seitens der Landesgesundheitsagentur gab es zum Abschied des Kremsers aus seiner Funktion in der kollegialen Führung des Landesklinikums nur eine kurze Stellungnahme: „Der Dienstvertrag war auf ein Jahr befristet, weshalb selbiger nun nach Fristenablauf endet“, sagt Doris Slama von der Gesundheitsregion Weinviertel: „Die Gründe hierfür liegen uns vor, können jedoch im Sinne der Wahrung der Privatsphäre und bestehender Verschwiegenheitspflicht seitens des Dienstgebers unsererseits nicht beantwortet werden.“

Auch Schulze selbst wollte sich dazu nicht äußern.

Die Führung der Landeskliniken ist nach Berufsgruppen aufgeteilt: Ärztlicher Direktor Christian Cebulla, seit Oktober 2018 im Amt, ist für das gesamte medizinische Personal zuständig, kaufmännische Direktorin Jutta Stöger, seit August 2018 im Amt, für alle kaufmännischen Mitarbeiter. Entscheidungen sollen in dieser Trinität kollegial fallen.

Schulzes Nachfolger winkt ein Jahresbruttogehalt ab 70.158 Euro, Voraussetzung sind unternehmerisches Denken und mehrjährige Erfahrung im Krankenhauswesen und ein medizinischer Impf-/Immunitätsnachweis, wie es in der Ausschreibung heißt.

Interessenten können sich bis 28. Februar melden, dann beginnt das Auswahlverfahren.