Leisere Töne bei Disco. Tischtennis- und Fußballverein übernahmen Organisation für 14. Freibaddisco. Schon vorab gab es Beschwerden, weshalb peinlich genau auf Lautstärke geachtet wurde.

Von Carina Rambauske. Erstellt am 22. Juli 2014 (09:06)
NOEN, Carina Rambauske
Veranstalteten die 14. Freibaddisco in Mistelbach: Christian Strobl, Werner Rannert, Martin Horst, Andreas Weißböck und Jürgen Hollaus. Foto: Carina Rambauske
Zum 14. Mal fand vergangenen Samstag die Freibaddisco Mistelbach statt – zum ersten Mal war nicht die Stadtgemeinde der Veranstalter, sondern der TTSG Weinviertel und der FC Bauzentrum Hofer Mistelbach.

Den einen zu leise, den anderen zu laut

Über 2.500 Besucher strömten in das Weinlandbad um zur Musik von DJ Observer, dem zweifachen Austrian Dance Award Gewinner, der bereits auf den größten europäischen Festivals für Stimmung sorgte, zu feiern.

Während es den einen zu leise war, war es anderen zu laut – schon in der Vorwoche gab es Beschwerden gegen die Freibaddisco. 90 Dezibel vor der Bühne – lauter durfte es nicht sein und das wurde kontinuierlich nachgemessen. Halbstündlich wurde innerhalb des Geländes des Weinlandbades und außerdem an verschiedenen Standorten in der Stadt ein genauer Blick auf die Lautstärke geworfen.

„Wichtig, dass es Disco weiterhin geben wird“ 

„Wir hätten gerne lauter gedreht! Auch der DJ war nicht unbedingt begeistert. Aber wir haben uns streng an die 90 Dezibel vor der Bühne gehalten und haben dafür lieber ein paar Beschwerden vonseiten der Besucher mehr riskiert, als von den Anrainern“, erklärt Organisator Christian Strobl. Denn gerade wegen der Lautstärke stand die Freibaddisco in den letzten Jahren im Brennpunkt der Kritiker.

„Uns ist es allgemein wichtig, dass es die Freibaddisco weiterhin geben wird, weil sie eh nur mehr das letzte Festl in Mistelbach ist. Darum finde ich es besonders schade, dass es sogar schon vorab Beschwerden gab“, bedauert Christian Strobl.

Abgesehen von der Lautstärken-Problematik blicken die beiden Vereine aber auf ein zufriedenes Ergebnis zurück: „Die Partynacht selbst hat reibungslos ohne gröbere Zwischenfälle stattgefunden und auch die Zusammenarbeit der beiden Vereine war wirklich sehr gut.“

Bezirkspolizeikommandant Florian Ladengruber bestätigt diesen Eindruck: „Die Freibaddisco ist heuer sehr ruhig abgelaufen und es hat keine Beanstandungen gegeben. Von unserer Seite aus ist das Fest im Vergleich zu den Vorjahren sehr positiv aufgefallen.“

90 Vereinsmitglieder im Einsatz

Und auch Mistelbachs Bürgermeister Alfred Pohl stellt ein gutes Zeugnis aus: „Es spricht für Professionalität, dass die Veranstalter punkto Lautstärke so gut reagiert und die Vorgaben so genau eingehalten haben.“

Wie schaut es mit der Zukunft der Freibaddisco aus? „Wir können es uns gut vorstellen, sie auch weiterhin zu organisieren, auch wenn es wirklich viel Arbeit ist“, sagt Christian Strobl – immerhin waren um die 90 Vereinsmitglieder bis in die Morgenstunden im Einsatz, um den Badbesuchern am nächsten Tag ein sauberes Gelände zu hinterlassen.

Was sagt die Stadtgemeinde zu den Plänen, will sie die Freibaddisco in Händen der Vereine lassen? „Es ist ein Weg, den wir bewusst gewählt haben und wenn der erfolgreich war – why not?“, so Bürgermeister Pohl.