Liebe zweier Feinde. Musical / Für die „West Side Story“ verwandelt sich die Felsenbühne vom Zauberschloss in eine Hinterhof-Landschaft von New York.

Von Ingrid Fröschl-Wendt. Erstellt am 11. Februar 2014 (23:59)
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Das heurige Traumpaar der Felsenbühne Staatz steht fest: Daniela Lehner als Maria und Christoph Apfelbeck als Toni.Martin Hesz
Von Ingrid Fröschl-Wendt

Zum 15. Geburtstag hat sich die Felsenbühne Staatz selbst ein Geschenk gemacht und spielt das Kultmusical „West Side Story“ von Leonhard Bernstein. Es ist die Musical-Adaption des berühmten Shakespeare-Stückes „Romeo und Julia“, versetzt in unsere Zeit. Aus dem mittelalterlichen Verona wird das New York der fünfziger Jahre und anstelle der verfeindeten Familien Montaque und Capulet kämpfen hier die beiden rivalisierenden Jugendbanden der US-amerikanischen Jets und der puertoricanischen Sharks.

Neben der anrührenden Geschichte lassen sich die Zuschauer seit Jahrzehnten vor allem von der Musik bezaubern, die Hits enthält, wie „I want to be in America“, „Tonight“, „I feel pretty“, „Somewhere“ oder Tonis berühmtes Liebeslied „Maria“.

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Wer sich in diesem Sommer auf der Felsenbühne unsterblich ineinander verlieben wird, das steht bereits fest: Als Toni ist ein bereits guter Bekannter wieder zu sehen: Christoph Apfelbeck. Auf der Felsenbühne Staatz wirkt er bereits seit 2008 im Ensemble mit und brillierte 2010 als „Athos“ in „Die drei Musketiere“. Der Niederösterreicher (Leopoldsdorf bei Wien) erhielt seine Musicalausbildung an der Bayerischen Theaterakademie „August Everding“ und am „Vienna Konservatorium“. In Deutschland verkörperte er den „Ben“ in der deutschen Erstaufführung von „Rebecca“ und war am Stadttheater Klagenfurt in „Sunset Boulevard“ zu sehen. In der Rolle des „Tony“ kehrt er nun auf die Felsenbühne Staatz zurück.

Daniela Lehner hat als Maria ihr Debüt auf der Felsenbühne Staatz. Die Wienerin absolvierte ihre Musicalausbildung an den Performing Arts Studios Vienna. In Amstetten war sie als Muse „Erato“ in „Xanadu“ zu sehen und wirkte bei den Gutenstein-Produktionen „Klimt“ und „Tutanchamun“, in Stockerau bei „Victor/Victoria“ und in Mörbisch bei „Der Fledermaus“ mit.

Das Stück ist nicht nur ein Geschenk für die Bühne sowie für die Zuseher, sondern auch eine besondere Herausforderung an das gesamte Team. Das reicht von den aufwändigen Choreografien bis zum Bühnenbild. Denn heuer ist ein gesamter Umbau notwendig, schließlich muss aus Bells romantischem Zauberschloss eine Hinterhof-Landschaft von New York werden.

Das Publikum gibt auf jeden Fall schon Vorschusslorbeeren ab, denn aktuell sind bereits zwei Drittel aller Karten verkauft. Wer also noch einen Wunschsitzplatz möchte, sollte sich wirklich beeilen.