Nina Blum: „25 Jahre wären fein“

Zum 15-jährigen Jubiläum des Märchensommers in Poysbrunn startet Intendantin Nina Blum mit den Grimm’schen Märchen in die kommenden Jahre.

Michael Pfabigan
Michael Pfabigan Erstellt am 26. Juli 2021 | 05:25
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Nina Blum outet sich als großer Schneewittchen-Fan.
Foto: Michael Pfabigan

Seit 15 Jahren gibt es den NÖ Märchensommer, heuer wird „Schneewittchen – neu verzwergt“.

NÖN: Warum ist der Märchensommer 2021 ein ganz besonderer?

Nina Blum: Für mich persönlich hat der Märchensommer eine ganz neue Dimension: Meine Tochter spielt erstmals mit und ist im Hofstaat der Königin Gärtnerin. Das macht ihr irrsinnig Spaß zu Tanzen und zu singen.

Was ist heuer inhaltlich anders, als in den Vorjahren?

Blum: Bis 2014 haben wir selbst geschriebene Märchen gehabt, danach haben wir Stoffe großer Disney-Klassiker bearbeitet. Ab heuer werden wir uns den Grimm’schen Märchen widmen. Das wollen wir auch in den kommenden Jahren so beibehalten.

Warum das Märchen vom Schneewittchen?

Blum : Von den ganzen Prinzessinnenfiguren war mir Schneewittchen immer die nächste, ich fand sie am coolsten. Deshalb haben sich Michael Riedl-Schlosser und ich auch dafür entschieden. Der Vorteil bei den Grimm’schen Märchen ist, dass wir freier bei unserer Interpretation des Stoffes sind, weil wir alle da weniger dominante Bilder im Kopf haben, wie bei Arielle und Krabbe Sebastian.

Wie hat sich die Märchensommer-Idee in den 15 Jahrenentwickelt?

Blum : Nach 15 Jahren Märchensommer gibt es ihn als Wandertheater in Poysbrunn und als Bühnentheater in Graz und im Allgäu. Und: Der Märchensommer hat mich an die Staatsoper gebracht. Dort inszeniere ich für Kinder ab sechs Jahren das Wandertheater „Entführung ins Zauberreich“ nach Mozarts Oper „Die Entführung aus dem Serail“. Mit dabei ist auch Daniel Ogris, das Libretto hat Margit Mezgolich geschrieben, die die letzten Jahre in Poysbrunn Regie geführt hatte.

Der Märchensommer feiert heuer sein 15-jähriges Jubiläum. Wie lange soll der Märchensommer noch laufen?

Blum : Das silberne Jubiläum, also die 25 Jahre, wären schon fein!