Die Grabkammer steht schon. Das MAMUZ Mistelbach rüstet sich derzeit für die „Faszination Pyramiden“.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 04. Februar 2018 (05:00)
Pfabigan
Arbeiten an und in der Grabkammer des Sennedejm: Werner Renzhofer,Alfred Bahmer, Roman Koflacher und Christian Walpoth.

Eine enge Grabkammer und vier Menschen arbeiten darin akribisch. An den Wänden die ägyptischen Götter Horus und der ibisköpfige Toth wie sie auf einer Barke durch die Maaht fahren. Darstellungen aus dem ägyptischen Totenbuch.

Derzeit wird die neue Ausstellung „Pyramiden“ im MAMUZ Mistelbach aufgebaut, die zentrale Totenkammer steht bereits, die Ausstellungsarchitektur rundherum wird gerade errichtet.

„Bis heute werfen die Pyramiden Ägyptens viele Fragen auf!“Peter Fritz, Geschäftsführer MAMUZ

Die (nachgebildete) Totenkammer des Sennedjem stammt aus der Region Luxor im Tal der Könige, errichtet im 13. Jahrhundert v. Chr. unter Ramses II. im Neuen Reich, weiß Renate Heger vom MAMUZ Mistelbach. Sennedjem war ein Künstler und Handwerker, er und seine Kollegen schufen sich am Rande ihrer Siedlung eigene, prächtige Grabmähler.

Ab 3. März wird sich das MAMUZ Mistelbach der „Faszination Pyramiden“ widmen: „Die Pyramiden Ägyptens haben seit ihrer Entstehung vor 4600 Jahren nichts an Faszination verloren“, weiß Peter Fritz, Geschäftsführer des MAMUZ: Schon die alten Griechen seien bewundernd vor den Pyramiden von Gizeh gestanden und zählten sie daher zu den sieben Weltwundern.

„Bis heute werfen die Pyramiden Ägyptens viele Fragen auf: Welche Bedeutung hatten sie? Wie wurden sie gebaut? Was verbindet Pyramiden und Obelisken?“, umreißt Fritz einige der Fragen, die in der Ausstellung beleuchtet werden sollen. Das MAMUZ zeigt in der Ausstellung „Faszination Pyramiden“ mit welcher Perfektion die Pyramiden errichtet wurden.

Statuen, Grabreliefs, Modelle und Kunstobjekte sowie die Rekonstruktion einer Grabkammer geben Einblick in die Jenseitsvorstellungen und Kulte der Alten Ägypter. Pyramiden und Obelisken dienten weltweit als Quelle der Inspiration für viele Lebensbereiche - von Rom über London, New York, Paris und Wien zieren sie das Stadtbild.