Beleuchtung des Butterfassturmes stört und begeistert. Die Beleuchtung des Laaer Butterfassturmes wird zum Politikum.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 19. Juni 2019 (04:37)
proLAA
Die Laaer Burg wird bis 22 Uhr oder – wenn die Steuerung nicht funktioniert – auch länger mit LED-Strahlern beleuchtet, was manchen Anrainer stört. Jetzt soll ein Beleuchtungskonzept erarbeitet werden.

Warum denn die Beleuchtung der Burg noch immer bis weit nach Mitternacht brenne, wo es doch schon die Zusicherung der Bürgermeisterin an eine Anrainerin, die sich gestört fühlt, gebe, das zu ändern, wollte Gabriele Hoschek (proLAA) in der jüngsten Gemeinderatssitzung wissen.

Per Dringlichkeit hievte sie den Antrag auf die Tagesordnung, die Beleuchtung des Butterfassturms um 22 Uhr abzuschalten: „Mit diesem Beschluss sollen etwaige Rechtsstreitigkeiten mit der Anrainerin verhindert werden“, sagte Hoschek. Denn derartige Belästigungen seien nur bei Ortsüblichkeit zulässig: „Ein Scheinwerfer ins Schlafzimmer ist nicht ortsüblich“, meinte Hoschek.

Das findet auch Bürgermeisterin Brigitte Ribisch (ÖVP), allerdings werde nicht beim Fenster hineingeleuchtet. Denn bei der Laaer Burg kommt modernde LED-Technik zum Einsatz, mit der zielgerichtet beleuchtet werden kann: „Wir haben alle unsere alten Flutlichter im Kopf“, sagte ÖVP-Vizebürgermeister Georg Eigner, der mit dem Projekt betraut war: „Mit denen haben wir den ganzen Burgplatz ausgeleuchtet.“ Bei den LEDs sei das anders: „Wir haben uns bei der Installation das auch in den Haushöfen angesehen, da merkt man das Licht gar nicht“, so Eigner.

Auf Servicevertrag mit Techniker verzichtet

Derzeit ist die Steuerung so eingestellt, dass sie sich um 22 Uhr abdrehen sollte. Nur manchmal funktioniere sie nicht, gestand Ribisch. Der Grund dafür: Als der Auftrag für die Steuerung der gesamten Regeltechnik für die Burg vergeben wurde, wurde auf einen (teureren) Servicevertrag mit einem Techniker verzichtet. Stattdessen erfolgt die Programmierung des komplizierten Systems durch die Gemeindemitarbeiter, was kostensparender sei. Da müsse manchmal ausprobiert werden, bis zum gewünschten Ergebnis gelangt wird. Mit jener Anrainerin, die sich durch die Beleuchtung gestört fühlt, habe sie ein Gespräch geführt und Einverständnis erlangt, so Ribisch.

Allerdings gab es vor allem in der ÖVP auch Stimmen, denen eine Beleuchtung der Burg nur bis 22 Uhr zu wenig lang war. Und auch bei Festen wäre eine längere Betriebszeit der Lampen sinnvoll. FPÖ-Gemeinderat Manfred Steiner fühlte sich bei der Farbwahl der Bestrahlung an anrüchige Etablissements erinnert. Die Folge: ein Bündel von Anträgen mit unterschiedlichen Leuchtzeiten.

Vizebürgermeister Eigner reichte es schlussendlich: Er beantragte, dass der Ausschuss eine entsprechende Regelung ausarbeiten solle, die alle Eventualitäten beinhaltet, was auch von der Mehrheit der Gemeinderäte mitgetragen wurde. Bis diese Regelung geschaffen ist, wird die Burg bis 22 Uhr beleuchtet.

Kritik an der Opposition übte Bürgermeisterin Ribisch: proLAA solle, statt die Stadt über die Medien schlecht zu machen, bei Problemen zu einem Gespräch in die Gemeinde kommen, vielleicht ließen sich so Problembereiche gemeinsam lösen. Ein Angebot, das von proLAA nicht kommentiert wurde.

Umfrage beendet

  • Soll die Laaer Burg nachts beleuchtet sein?