Kulturgüter bei Tagung in Staatz im Mittelpunkt. Symposium widmete sich Kulturgütern beiderseits der Grenze.

Von Werner Kraus. Erstellt am 19. Juni 2019 (03:20)

Wie verbindend die Landschaft mit ihren Kulturgütern im Weinviertel und in Südmähren ist, zeigten Agrar Plus, Land um Laa und NÖ Regional bei einer Tagung im Rahmen eines Interreg-Projektes – ländliche Kulturgüter in Mitteleuropa – im VAZ Staatz.

So wurde „das Dorf als Teil der Kultur-Landschaft Europas“ von zahlreichen Rednern unter die Lupe genommen. Bei den Themenfeldern „Arbeiten“, „Wohnen“ und „Religion“ wurden Kellergassen, Siedlungsstrukturen oder Bildstöcke näher beleuchtet. Oftmals erschließen sich die ländlichen Kulturgüter dem Betrachter erst auf den zweiten Blick, weil sie im Schatten der Burgen, Schlösser oder Kirchen stehen.

Genau mit dieser Thematik setzten sich rund 85 Teilnehmer bei dieser grenzüberschreitenden Tagung auseinander, die im Rahmen eines Interreg-Projektes abgehalten wurde.

Im Themenblock „Schutz und Instandhaltung“ zeigten sich einerseits die unterschiedlichen Zugänge in den beiden Regionen, aber auch die gleichen Hürden, die es zu überwinden gilt.

Staatz-Exkursion zum Abschluss

Kundige Fachkräfte sind sowohl in der Renovierung und Instandhaltung der Objekte nötig, als auch in der Gesetzgebung und Verwaltung, wenn es um Kulturgüter geht. „Schützen durch Nützen“, meinte Peter Strasser von der Donau-Universität Krems, und brachte es damit auf den Punkt. Ohne einen neuen Verwendungszweck haben viele Kulturgüter kaum Chancen auf Erhaltung und Weiterbestand. Mit dabei auch Architekt und Kellergassenexperte Christian Kalch oder Katerina Korandová von der Stadtgemeinde Mikulov, die über die Sanierung des Kreuzweges am Heiligen Berg von Mikulov berichtete.

Den Abschluss bildete eine Staatz-Exkursion mit Ingrid Frösch-Wendt, engagierte Staatzer Bergführerin und ehemaliger NÖN-Mitarbeiterin, zu den Kulturgütern des geschichtsträchtigen Ortes.

Vom Schüttkasten als Veranstaltungszentrum gelangte man über Umwege bis in einen renovierten Stadel, der heute den „Zart-Pralinen“ als süße Manufaktur dient.