Covid-19-Kunstprojekt: „Lustig war diese Zeit nicht“. 100 Künstler steuerten ihre Werke zu einem Kunstprojekt im Zeichen von Covid-19 bei.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 09. September 2020 (04:13)

Ein Klo aus Toilettenpapierrollen, die Hauskatze in der Transportbox, Homeoffice und Masken: Die aktuelle Ausstellung im Kunsthaus Laa widmet sich dem Thema Corona bzw. wie die Künstler dieses Thema verarbeiteten.

Kunsthaus-Chefin Elisabeth Ledersberger-Lehoczky hatte zu Beginn der Coronakrise eine offene Ausschreibung für die Ausstellung gestartet. Voraussetzung: Die Werke mussten während des Höhepunktes des Covid-19-Lockdowns entstanden sein. „Wir haben das nicht geplant, aber es haben 100 Künstler mitgemacht“, sagte Ledersberger-Lehoczky.

Die Teilnehmer stammen aus ganz Österreich. Manche von ihnen haben mehrere Exponate abgegeben: „Es ist also eine ziemlich vollgestopfte Ausstellung“, die jedoch den Nerv der Zeit getroffen hat: „Es ist ein Thema, das uns beschäftigt hat und uns weiter beschäftigt.“

Wie gingen Künstler mit Corona um? Manche waren direkt betroffen, krank oder in der Hauskrankenpflege. Manche begannen wieder, ein Tagebuch zu schreiben und ihre Gedanken festzuhalten. „Lustig war diese Zeit nicht“, resümiert die Kunsthaus-Chefin. Die Ausstellung „Covid19 - Ein weltumspannendes Erdbeben“ ist noch bis 18. Oktober im Kunsthaus Laa im Bürgerspital zu sehen.