3G am Arbeitsplatz: Rigorose Kontrollen

Firmen im Bezirk Mistelbach kontrollieren die 3G ihrer Mitarbeiter. Kritisiert werden allerdings fehlende PCR-Testmöglichkeiten.

Erstellt am 10. November 2021 | 05:31
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574 Impfwillige kamen am Samstag zum Impfbus des Landes auf den Laaer Stadtplatz - derzeit der vierthöchste Andrang bei einer der Bushalte. Die Impfwilligen standen Schlange rund um die Prangerhansl-Grünfläche. Nur zwei Tage zuvor war der Bus in Großharras, auch da hatten sich 106 Personen impfen lassen. 359 waren es in Großkrut.
Foto: Stadtgemeinde Laa

Wer in die Arbeit will, muss ab 15. November unumgänglich einen 3G-Nachweis erbringen. Das heißt, man muss geimpft, genesen oder getestet sein.

Eine Ausnahme bilden Lkw-Fahrer, Förster und Mitarbeiter im Homeoffice. Das liegt daran, dass diese keinen Kontakt mit Kollegen oder Kunden haben. Für Angestellte im Gesundheitswesen und in der Nachtgastronomie gilt ab 8. November die 2,5G-Regel (geimpft, genesen oder PCR-getestet) und FFP2-Maskenpflicht. Die Infektionsrate in Österreich kratzt an der 10.000er-Grenze, der 7-Tages-Index übersprang am Montag die 500er-Marke, was strengere Maßnahmen fast unausweichlich macht.

3G-Regel findet bereits in vielen Firmen Anwendung

Im Bezirk Mistelbach gehen die Meinungen zu dieser Regelung auseinander. Großteils wird sie jedoch befürwortet und ohne Probleme angewendet: Gernot Wiesinger vom Autohaus Wiesinger in Mistelbach meint, es gäbe keinerlei Probleme bei der Durchsetzung der Regel. „Da sind wir kompromisslos.“ Außerdem gelte schon seit einiger Zeit firmenintern für die ca. 65 Mitarbeiter die 3G-Regel.

„Sicherheit steht bei GG Group an erster Stelle. Durch zahlreiche interne Initiativen konnte am Standort Poysdorf eine Immunisierungsrate von 90 Prozent erreicht werden“, sagt Gebauer & Griller-Werksleiter Antoine von Horen in Poysdorf: „Als verantwortungsvoller Arbeitgeber befürworten wir die gesetzliche Vorgabe zur 3-G-Regel am Arbeitsplatz und kommen ihr uneingeschränkt nach. Die Einhaltung wird stichprobenartig in allen Bereichen des Werks geprüft.“

Homeoffice als Lösung

Gebauer & Griller-Betriebsrat Peter Schaludek berichtet ebenfalls von einer entspannten Lage. Vorgegangen werde eben so, wie es das Gesetz vorsieht: Strichprobenartig werde der 3G-Nachweis kontrolliert, wobei es keine Rolle spiele, welches der drei Gs erfüllt ist. Könne jemand keinen Nachweis vorzeigen, werde er, wenn möglich, ins Homeoffice geschickt. Ist das nicht möglich, werde der Mitarbeiter unbezahlt beurlaubt. Bei einer freiwilligen Umfrage des Betriebsrats sei herausgekommen, dass 88 Prozent der 1050 Angestellten geimpft seien.

Beim Raiffeisen-Lagerhaus Weinviertel-Mitte sieht die Lage etwas anders aus. Geschäftsführer Alfred Hiller erzählt, dass es tagtäglich Diskussionen über 3G mit Angestellten gäbe. „Es ist eine schwierige Situation für Arbeitgeber, weil die Mitarbeiter gebraucht werden. Vor allem in Zeiten des Fachkräftemangels.“

Hoffen auf Impfbereitschaft

Manner-Pressesprecherin Karin Steinhart berichtet von umfassenden 3G-Kontrollen an den Eingängen: „Wir hoffen natürlich auch, dass die Impfbereitschaft dadurch noch steigt.“ Aktuell seien 74 Prozent der Mitarbeiter geimpft. Sie kritisiert jedoch den Mangel an PCR-Testmöglichkeiten.

In der Gastronomie gilt schon seit einiger Zeit 3G für die Beschäftigten. Wirtshaus Neunläuf-Chef Roland Krammer in Hobersdorf hat zusätzlich eine FFP2-Maskenpflicht für seine Mitarbeiter eingeführt. Außerdem seien alle 14 Angestellten geimpft. Es gäbe keine Probleme. „Es ist wichtig, dass wir offenbleiben können. Das ist allen klar.“

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