70 Jahre im Zeichen der Pflege

Erstellt am 19. Januar 2022 | 05:55
Lesezeit: 3 Min
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70 Jahre Pflegeschule am Landesklinikum Mistelbach: Katja Sacher, Konrad Kogler, Erich Stubenvoll, Direktor Willi Railender, Jutta Stöger, Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Christian Cebulla, Christan Pleil, Karl Wilfing und Franz Hammer.
Foto: Michael Pfabigan
Seit 1951 werden Pflegekräfte am Landesklinikum Mistelbach ausgebildet, jetzt erhofft man akademische Ausbildung.
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„Die Ärzte sind für die Befunde da, das Pflegeteam für das Befinden“, findet Landtagspräsident Karl Wilfing (ÖVP): In der Vorwoche feierte die Krankenpflegeschule des Landesklinikums Mistelbach ihr 70-jähriges Jubiläum.

„Erste Auszubildende arbeiteten zwar schon in den 1930er-Jahren im Krankenhaus, 1951 wurde dann die Krankenpflegeschule in Mistelbach mit dem ersten Jahrgang von 15 Schülerinnen eröffnet“, weiß Direktor Willi Railender.

Seit 1973 auch Männer in der Krankenpflegeschule zugelassen

Am Anfang waren es geistliche Schwestern, die für die Krankenpflege im Krankenhaus Mistelbach zuständig waren, diese wurden ab 1981 abgezogen, ab 1973 waren übrigens auch Männer in der Krankenpflegeschule zugelassen.

„Für uns war es immer wichtig, dass es diese Ausbildungsstätte gibt“, sagt Wilfing. Die Absolventen hätten ausgezeichnetes medizinisches und pflegerisches Wissen „und wir erwarten uns hohe empathische Qualität, die auch immer garantiert wurde.“

Aktuell wird versucht, eine FH-Außenstelle in die Pflegeschule zu bekommen. Denn künftig findet die Ausbildung für den gehobeneren Pflegedienst nur noch an den Fachhochschulen St. Pölten, Krems und Wr. Neustadt statt. Befürchtet wird eine Abwanderung von engagierten und fortbildungswilligen Pflegekräften.

Ministerien müssen überzeugt werden

„Wir haben von der ÖVP eine Umfrage gemacht: Das Thema Fachhochschule in Mistelbach findet eine Zustimmung von 69 Prozent“, weiß Wilfing: „Ich hoffe, dass wir das in absehbarer Zukunft auch umsetzen können.“ Entsprechende Resolutionen werden derzeit in vielen Gemeinderäten im Bezirk beschlossen. Einschränkend muss zur Umfrage allerdings angemerkt werden, dass es sich bei der Fragestellung um einen generellen FH-Standort und nicht spezifisch einen für den Pflegedienst handelt. Neu ist zumindest an der Pflegeschule seit April 2021 die Ausbildung von OP-Assistenten und Gips-Assistenten.

Derzeit werde in allen Ministerien der Landesregierung überlegt, wie dieser Wunsch aus der Region umgesetzt werden kann, bestätigte auch Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP). Es müssten vor allem die Ministerien von der Notwendigkeit überzeugt werden, sagt die Landesrätin.

Wie kann man sich diesen dislozierten Standort vorstellen: Das wäre nichts anderes, als eine Klasse, die in Mistelbach unter Schirmherrschaft der FH unterrichtet wird. Die Räumlichkeiten und das Ausbildungspersonal wären am Standort vorhanden, glauben alle Beteiligten. Die Gespräche laufen.

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