Advent im Lockdown: Die Kirche wird digitaler

Der Lockdown in der Vorweihnachtszeit schränkt religiöse Traditionen und Veranstaltungen deutlich ein.

Erstellt am 01. Dezember 2021 | 04:56
Lesezeit: 2 Min
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Besonderes Angebot in der Zeit des Abstand haltens: In der Pfarre Laa gibt es den digitalen Adventkalender mit Pfarrer Philipp Seher.
Foto: Youtube/Pfarre Laa

Die Adventzeit ist üblicherweise von Feiern und Gemeinsamkeit geprägt. Der momentane Lockdown erschwert das erheblich.

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Gewöhnliche Messefeiern sind auch während des Lockdowns möglich, da diese das religiöse Grundbedürfnis erfüllen. Es gilt jedoch eine FFP2-Maskenpflicht, es müssen zwei Meter Abstand gehalten werden und jene, die einen liturgischen Dienst versehen, müssen einen 3-G-Nachweis erbringen. Pfarrer Cornaro habe jedoch einen deutlichen Rückgang an Kirchengehern in Mistelbach bemerkt.

Viele Veranstaltungen wurden abgesagt

Andere Veranstaltungen, wie Firmvorbereitungen, Seniorenfeiern, Krankensalbung, Adventsingen oder Kindermessen sind weitgehend abgesagt.

Deshalb haben sich einige Pfarren Alternativen überlegt. In Mistelbach werden Seelsorgegespräche übers Telefon geführt und Elternabende gäbe es über Zoom. So könne man in Kontakt bleiben, aber bringe sich nicht in Gefahr.

Außerdem werde es wahrscheinlich Krippenandachten „To-Go“ geben. In der Kirche werden Stationen aufgebaut, bei denen die Kinder eine kurze Geschichte lesen und eine Kerze anzünden können. So ähnlich wurde das auch schon letztes Jahr gestaltet.

In Wilfersdorf kann auch die Seniorenjause nicht stattfinden. Stattdessen werde der Pfarrgemeinderat jene zuhause besuchen. Das biete die Möglichkeit, sich auch persönlich auszutauschen.

Einige Gemeinden übertragen die Gottesdienste auch online über einen Live-Stream. „Eine Folge der Krise ist eindeutig die Digitalisierung der Kirche“, meint Pfarrer Cornaro von Mistelbach. In der Pfarre Mistelbach fehle jedoch, laut Cornaro das Team und Know How für solche Übertragungen.

Der Pfarrverband unterm Staatzer Berg, der Pfarrverband Kreuzstetten, der Pfarrverband Poysdorf und der Pfarrverband Laa bieten ausgewählte Messen über einen Facebook- oder YouTube-Livestream an.

Die Messe auf Facebook nachsehen

Eine Anmeldung ist nicht möglich und so kann jeder mit Internet an den Gottesdiensten teilnehmen. Manche der Messen, wie jene in Gaweinstal und Poysdorf können auf Facebook sogar nachgesehen werden. Außerdem übertragen seit der Pandemie auch manche Fernsehsender verschiedene Messen. ORF 3 zum Beispiel zeigt jeden Sonntag einen Gottesdienst aus einer Pfarre Österreichs. Auch auf Servus TV kann man jeden Sonntag eine heilige Messe verfolgen.