Anrainer sind gegen Wohnbau-Projekt. In der Franz Josef-Straße in Mistelbach sollen zwischen Einfamilienhäusern 70 Wohneinheiten entstehen.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 05. August 2021 (05:14)
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In der Franz Josef-Straße sollen zwischen zwei Einfamilienhäusern auf diesen vier Parzellen 70 Wohneinheiten entstehen . Die Anrainer sehen sich in ihrer Lebensqualität bedroht.
Michael Pfabigan

„Ich glaube nicht, dass ich das aushalte, wenn da neben unserem Haus die Bauarbeiten beginnen“, sagt eine Mistelbacherin aus der Franz Josef-Straße: Die Siedlungsgenossenschaft Kamptal hat vier Grundstücke neben ihr angekauft und plant zwischen Franz Josef-Straße und Bahntrasse 70 Wohneinheiten zu errichten.

Grundsätzlich sei ja nichts gegen die Verbauung zu sagen. Mittlerweile sammeln sie und ihre Nachbarn Unterschriften und fordern eine „anrainerfreundliche Verbauung“. Damit meint sie, dass nicht jeder Flecken Grund zur Gänze ausgenutzt werden muss. Immerhin baue die Baugenossenschaft hier in einem Bereich, in dem bisher nur Einfamilienhäuser standen. Die Anrainer sehen sich in ihrer Lebensqualität beschnitten, sollten die maximal acht Meter hohen Gebäude (Bauklasse 2, wobei die acht Meter die Dachtraufenhöhe sind, ein etwaiges weiteres Dachbodenausbau-Geschoß müsste dann eingerückt sein) errichtet werden, überlegen manche schon eine Absiedelung.

Bau-Stadtrat Friedrich Brandstetter (Liste aktiver Bürger) versteht die Bedenken. Das Problem trete dann auf, wenn Bauträger mehrere Grundstücke zusammenlegen würden, dann ginge sich ein großvolumiger Bau aus. Seien die Pläne widmungskorrekt, könnte die Gemeinde da nichts verhindern.

„Wir werden das Projekt im September im Ausschuss diskutieren“, sagt der Stadtrat. Denn ein derartiges Großprojekt stelle auch besondere Anforderungen an die Infrastruktur von Wasser und Kanal in diesem Bereich.