Juni der Rekorde für Schienentaxi. Nachdem der Betrieb bis zur Draisinenalm ausgedehnt wurde, war das Vormonat der besucherstärkste Juni seit Beginn.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 04. August 2019 (04:02)
Schienentaxi (hinten) und Draisinen nutzen jetzt gemeinsam die Strecke zwischen Asparn und Grafensulz. Auf der Bergstrecke schiebt das motorisierte Taxi die Trett-Draisinen.
Verein neue Landesbahn

Seit September 2012 befährt das Zayataler Schienentaxi die ehemalige Lokalbahn zwischen Mistelbach Interspar und Asparn mit steigender Beliebtheit. Im Mai des Vorjahres konnte man das Angebot bis hinauf zur Draisinenalm Grafensulz mit der Alpakafarm der Fam. Freudhofmeier verlängern. Dies hat zur Folge, dass sich das Schienentaxi den Abschnitt zwischen Asparn und Grafensulz mit den Fahrraddraisinen der Weinvierteldraisine teilt und der Fahrplan gut aufeinander abzustimmen war.

„Hier konnte man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, indem man kurzerhand ein überaus attraktives Angebot aus der Taufe hob, bei dem man ab Asparn zuerst die doch beträchtliche Steigung über 75 Höhenmeter auf 5,5 Kilometer bequem bergauf mit dem Schienentaxi zurücklegen kann, wobei die Fahrraddraisinen mit dem Zug hinaufgeschoben und auf der Draisinenalm hydraulisch gewendet werden“, erzählt Gerhard Ullram, Obmann des Vereines neue Landesbahn.

Im Anschluss daran steht einer rauschenden Talfahrt mit der Fahrraddraisine durch den östlichen Rand des Naturparks Leiser Berge nichts mehr im Wege. „Dass das Angebot auch angenommen wird, zeigt die Statistik, die den Juni als den mit 1.122 Fahrgästen stärksten Juni seit Betriebsaufnahme ausweist“, sagt Ullram.

Um den steigenden Buchungen von Schulen mit drei Klassen und mehr gerecht zu werden, aber auch um ein erstes richtiges Vollbahnfahrzeug für Personen anbieten zu können, konnte von der NÖVOG der Schienenbus-Zwischenwagen 7081.23 erworben werden. Um diesen einsetzen zu können, waren Gleisbauarbeiten nötig, die von den ehrenamtlichen Mitgliedern des Vereins Neue Landesbahn durchgeführt wurden.

Dieser Tage wurde die Trasse für den etwas breiteren Wagen fit gemacht, damit der neue Wagen auch die „Bergstrecke“ hinauf nach Grafensulz fahren kann, ohne an Äste oder Tafeln zu stoßen. Bisher war das Fahrzeug nur auf der „Talstrecke“ zwischen Asparn und Mistelbach unterwegs.