Auf Platzsuche für die Streunerkatzen . Langjähriger Lebensraum der „Merkur-Streuner“ wurde gerodet. Tiere sind nun in einem Notquartier untergebracht.

Von Christina Ott. Erstellt am 24. November 2017 (05:00)
Momentan sind die acht Merkur-Streunerkatzen in einem kleinen Raum untergebracht.
NOEN

Wie die NÖN bereits berichtete, wird hinter dem Merkur-Markt eine Hundeauslaufzone errichtet. Das Problem: Auf dem dortigen Gebiet waren vom Tierschutzverein „Pfötchenhilfe“ Unterschlupfboxen für Streunerkatzen aufgestellt worden.

Vonseiten der Gemeinde wurde daraufhin ein Angebot für ein alternatives Grundstück gemacht - dieses war jedoch für Obfrau Renate Wimmer nicht akzeptabel: „Die Gemeinde hat uns einen 2,5 Meter breiten Feldstreifen hinter der Kaserne angeboten, absolut ungeeignet für Streuner.“ Nach einigen Gesprächen wurde der Beginn der Rodung zwar verschoben und man versicherte Wimmer, dass man sich um einen alternativen Platz für die Katzen bemühen werde. Ohne eine weitere Info oder einem Angebot für die Tiere, wurde das Grundstück dann aber Anfang November gerodet.

„Da zu diesem Zeitpunkt keine Katzen mehr gesichtet worden sind, wurde mit der angekündigten Rodung begonnen“, so Gemeinderat Josef Schimmer. Wimmer kontert: „Streunerkatzen sieht man kaum bis nie, weil sie nur nachts zum Futter kommen, sie sind sehr scheu.“

Insgesamt acht Katzen konnten schließlich vom Verein eingefangen werden – diese sind nun in einem „Notquartier“ untergebracht: „Die Katzen sind in einem kleinen Raum untergebracht. Eigentlich ein blanker Horror für Streunerkatzen, aber wir wissen nicht, wohin mit ihnen“, ist Renate Wimmer verzweifelt.

Anfang November wurde der ehemalige Lebensraum der Streunerkatzen für eine Hundeauslaufzone gerodet.
zVg