Corona-Alarm: Ganze Schule getestet. An der HLW/BAfEP in Mistelbach wurden alle Schüler einem Test unterzogen, BORG streamt Unterricht.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 13. Oktober 2020 (17:33)
Der Elternabend als Livestream, die Klassenvorstandsgespräche mit den Eltern per Videokonferenz: Am BORG Mistelbach wurde der Schritt offensiv in den virtuellen Raum gemacht. Die Lehrer Robert König und Stefan Kugler fugierten alsTechniker.
BORGMistelbach

Der Bezirk bleibt auf Coronastatus Orange. Verantwortlich dafür: laufend neue positive Covid-19-Testungen, die dazu führen, dass der für die Einstufung wesentliche sieben-Tage-Wert um die 70 pendelt. Zudem konnten nur 59 Prozent der Fälle einer Infektionsquelle zugeordnet werden - das ist landesweit der fünftschlechteste Wert.

Ein kleiner Cluster wurde in einer Wohneinheit für behinderte Menschen in Mistelbach entdeckt. Hier gibt es sieben Erkrankte, weiter hoch ist die Zahl der Schulklassen in Homeschooling bzw. jener Lehrkräfte, die als Infizierte oder Kontaktpersonen 1. Klasse (K1) in Quarantäne müssen.

Die HLW/BAfEP, deren Direktor als K1 bis vergangenen Samstag in Quarantäne war, bot vorsorglich allen Schülern die Möglichkeit, sich auf Corona testen zu lassen, der Großteil nutzte die Gelegenheit.

„Ich hab mittlerweile von allen Lehrern und von den meisten Schülern die Testergebnisse“, sagt Direktor Johannes Holzinger: Es seien nur zwei positive Schüler zur Erkranktenliste dazugekommen. Damit gibt es aktuell 14 erkrankte Schüler und zwei Lehrer, wobei die ersten diese Woche wieder genesen in die Schule zurückkehren werden. Eine Klasse ist in Homeschooling, da nur vier Schüler in den Unterricht hätten kommen dürfen. „Da hab ich gesagt, die sollen gleich auch daheim bleiben“, sagt Holzinger.

Warum die Testung? „Das Land NÖ wollte eigentlich das gesamte Bundesschulzentrum austesten, die 1.200 Schüler überstiegen aber die Kapazitäten“, erzählt Holzinger. HAK und BORG sollen dann eventuell nächste Woche getestet werden.

Elternabend als Onlinekonferenz

Im BORG Mistelbach wurde der Elternabend in den Cyberspace verlegt und fand als Onlinekonferenz statt: Alle Eltern konnten von zuhause aus teilnehmen und den Präsentationen von Direktorin Isabella Zins und Elternvereinsobmann Ludwig Zickl zuhören. Danach fanden in den einzelnen Klassen noch Online-Meetings zwischen den Klassenvorständen aller Klassen und den Eltern der Schüler statt.

„Wir starteten am Montag komplett, es gab nur einzelne Quarantäne-Fälle unter den Schülern“, sagt BORG-Direktorin Isabella Zins: „Als Direktorin setze ich auf hohe Transparenz und regelmäßige Information aller Schulpartner. Und wir nützen die moderne Technik mit dem Ziel: Der Unterricht läuft unter allen Umständen weiter, auch für den Fall, dass einzelne Schüler und Lehrer oder ganze Klassen daheim bleiben müssen.“ In diesem Fall wird der Unterricht gestreamt.