Eine neue Kaserne entsteht

Erstellt am 30. November 2022 | 05:56
Lesezeit: 3 Min
Ab 2025 wird das Bundesheer am Truppenübungsplatz Totenhauer in Mistelbach eine moderne Kaserne errichten.
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Im Dezember wird in der Bolfras-Kaserne in Mistelbach deren 85. Eröffnungsjubiläum gefeiert. Schon jetzt ist klar, dass sie um ihren 90er außer Dienst gestellt wird. Denn das Bundesheer wird am Mistelbacher Totenhauer im Norden der Stadt eine neue, moderne Kaserne errichten. Das gaben Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner am Montagvormittag bei einer Pressekonferenz am Antreteplatz der Bolfras-Kaserne bekannt.

Dass der Zustand des Ist-Bestandes nicht der beste ist, zeigte schon eine NÖN-Reportage im Juli 2022: alte Bausubstanz, zu wenig Platz und immer wieder Anrainerprobleme wegen Lärmentwicklung. „Wir brauchen ein zeitgemäßes Arbeitsumfeld für unsere Soldaten, wir brauchen moderne Unterkünfte und die entsprechende Ausrüstung“, sagt Verteidigungsministerin Klaudia Tanner: Insgesamt wird das Bundesheer 150 Mio. Euro in den neuen Standort investieren: „Das ist die erste Kaserne seit 40 Jahren, die in NÖ gebaut wird“, sagt Tanner.

Neubau für 600 Personen ausgelegt

Mit dem Neubau am bestehenden Truppenübungsplatz am Totenhauer im Norden der Stadt würden alle bisherigen Nachteile des Standortes in der Stadt beseitigt. Und zudem sei der gleich beim Ausbildungsgelände. Dimensioniert wird der Neubau für eine Truppe von 600 Personen, wobei 300 in Präsenz hier stationiert sind.

Wie sieht der Zeitplan aus? 2023 soll die Widmung geklärt sowie mit Bodenuntersuchungen begonnen werden, 2024 startet die konkrete Planung, 2025 soll Baubeginn für die neue Kaserne sein. Geplant ist, dass Mistelbach dann als Einsatz-Backup für die Einrichtungen in Langenlebarn dienen soll.

„Hier wird vor- und nachgedacht und die vorhandene Infrastruktur angepasst“, attestiert Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner: Die Verlegung der Kaserne sei ein richtiger und wichtiger Schritt. Und für die Stadt ergeben sich neue Perspektiven in der Stadtentwicklung, findet die Landeshauptfrau. Was soll mit dem Areal passieren? „Bahnseitig könnte ich mir eine Entwicklung als Gewerbezone vorstellen, stadtseitig eher Mischnutzung Gesundheit und bürgerbeteiligte Quartiersentwicklung, sagt Mistelbachs Bürgermeister Erich Stubenvoll.

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