Erstmals Wein in Amphore hergestellt

Erstellt am 07. August 2022 | 05:16
Lesezeit: 2 Min
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Verkosteten den ersten Amphoren-Wein (v.l): Kellermeister Günter Prem, Direktorin Veronika Schreder, Schüler Michael Thenmaier und Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.
Foto: Jürgen Mück
Der Amphoren-Wein wird ab Herbst im Hofladen der Fachschule Mistelbach angeboten.
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An der Fachschule Mistelbach besinnt man sich der ursprünglichen Weinherstellung und hat erstmals einen Traminer in einer Amphore aus Sandstein hergestellt.

„Mit der Herstellung von Amphoren-Wein betreten wir Neuland, denn es gibt kaum gesicherte Erfahrungswerte. Aber die Sandsteinamphore scheint aufgrund der geringen Porengröße des Materials die optimalen Voraussetzungen für die Weinherstellung zu erfüllen“, betont Kellermeister Günter Prem. „Durch den Zusatz von rund 20 Prozent mit der Hand gelesener Beeren kann sich eine Vielfalt an neuen Aroma- und Geschmackskomponenten entwickeln. Dabei ist etwas Geduld gefragt. Denn der amphorenvergorene Wein wird sein volles Aroma erst in einigen Jahren entfalten.“

Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister betonte bei einer Weinverkostung in der Fachschule: „In jüngster Zeit wird die Weinbereitung in Tonbehältern von innovativen Winzerinnen und Winzern wiederentdeckt. Dieser spezielle Rebensaft ist aufgrund seiner Machart komplexer und benötigt im Glas mehr Zeit als ein konventionell hergestellter Wein, um seine volle Aromatik entfalten zu können“, sagt sie.

„Bei der anspruchsvollen Weinherstellung sind die Schülerinnen und Schüler von der Lese über die Verarbeitung der Trauben bis hin zur laufenden Gärkontrolle im praktischen Unterricht eingebunden. Damit lernen sie alle Facetten dieser ursprünglichen Weinherstellung kennen.“

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