Förderung für Betriebsansiedelungen . Stadt unterstützt neue Geschäfte drei Jahre lang mit einem Zuschuss zur Miete.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 21. März 2018 (04:08)
Rollbalken hoch statt runter: Mit der neuen Innenstadt-Betriebsförderung sollen Neu-Unternehmer im Zentrum unterstützt werden: Wirtschafts-Stadtrat Erich Stubenvoll, Citymanager Manuel Bures, SPÖ-Gemeinderätin Roswitha Janka und Bürgermeister Alfred Pohl.
Michael Pfabigan

Wie viele Flächen im Zentrum Mistelbachs leer stehen? Der Eindruck ist subjektiv: Während für Wirtschafts-Stadtrat Erich Stubenvoll (ÖVP) Mistelbach nicht so schlecht dasteht, vergleicht man die Weinviertel-Metropole mit anderen Städten, so monieren Kritiker, dass der Leerstand schon recht deutlich zu sehen ist.

Valide Daten gibt es (noch) nicht. Die hätte der frühere Citymanager Erich Fasching sammeln sollen. Es ist eines der Projekte, um die sich jetzt Citymanager Manuel Bures kümmern darf. Wie kann man Unternehmern helfen, die sich im Stadtzentrum ansiedeln wollen? In der jüngsten Gemeinderatssitzung füllte die Gemeinde einen Fördertopf mit 40.000 Euro, der an Betriebs-Neuansiedelungen im Bereich zwischen Mitterhofgasse und Oserstraße, Franz Josef-Straße und Mistelsteig sowie der Bahnstraße bis zur Bahnhofkurve ausgeschüttet werden soll.

„Wolkersdorfer Modell“: Freundliches Klima

„Da muss man das Rad nicht neu erfinden“, sagt Stubenvoll und präsentiert das „Wolkersdorfer Modell“ der Förderung: Unternehmern wird im ersten Jahr die Miete mit drei Prozent, im zweiten Jahr mit zwei Prozent und im dritten Jahr mit einem Prozent gefördert, wobei der Wirtschaftsausschuss des Gemeinderates jedes Ansuchen auf Zentrumsrelevanz prüft. Denn auch das ist eine Voraussetzung für die Förderung. So soll auch der Branchenmix im Zentrum beeinflusst werden.

Kann diese Förderung einen Ansiedlungsboom auslösen? „Nein“, ist Stubenvoll realistisch: Wenn ein Betriebskonzept auf Förderungen aufgebaut sei, habe es ohnehin etwas mit dem Konzept des Unternehmens: „Aber es geht um das Klima, das damit verbreitet wird.“

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