Foodcoop „fc Guad“: Besser statt nur billiger

Erstellt am 06. März 2019 | 05:00
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Die Gründerinnen der Foodcoop „FC Guad“: Martina Umscheid, Petra Reidlinger-Kuril und Lis Schiller.
Foto: www.danielgepp.com
Drei Frauen wollen Landwirtschaft durch eine Einkaufsgemeinschaft unterstützen.
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Drei starke Frauen, ein Ziel: biologisch hochwertige regionale Produkte an einem Ort kaufen zu können und damit kleine regionale Produzenten und Kleinbauern durch Direktabnahme zu unterstützen.

Aus diesem Grund haben Lis Schiller, Petra Reidlinger-Kuril und Martina Umscheid die Foodcoop „FC Guad“ ins Leben gerufen, auf gut Deutsch eine Art Lebensmittelkooperative. Der Sinn dahinter ist, die Landwirtschaft solidarisch durch eine Einkaufsgemeinschaft zu unterstützen, mit Vorteilen für alle. So erhalten die Produzenten zum Beispiel faire Preise, ohne die üblichen Abzüge eines Zwischenhandels.

„Eine Foodcoop ist keine billigere Alternative zum Supermarkt. Es geht nicht darum, günstiger an Nahrungsmittel zu kommen, sondern bewusster!“Petra Reidlinger-Kuril

Der Mehrwert für die Konsumenten liegt wiederum in der Qualität der Nahrungsmittel, einem gesteigerten eigenen Bewusstsein für die Ernährung und in der direkten Beziehung zu den Produzenten. „Eine Foodcoop ist keine billigere Alternative zum Supermarkt. Es geht nicht darum, günstiger an Nahrungsmittel zu kommen, sondern bewusster“, betont Reidlinger-Kuril.

Bis dato sind rund zehn Produzenten an Bord, unter anderem „einfacherdig“ aus Hauskirchen, „Biohof Kraft“ aus Herrnleis und der „Gwandtlhof Familie Brabec“ aus Niederabsdorf. Die Produktpalette reicht dabei von Nudeln, Fleisch, Milch, Käseprodukten über Essig, Öle, Mehle, Obst, Gemüse bis hin zu Säften. „Die meisten sind zertifizierte Biobetriebe, einige wenige sind es nicht, aber dennoch regional, engagiert und mit hochwertigen Produkten“, so Mitgründerin Lis Schiller.

Wie funktioniert nun die Bestellung? Jedes Mitglied kann einmal in der Woche über die Homepage die gewünschten Produkte bestellen. Diese werden direkt von den Bauern bzw. Produzenten zur Sammelstelle in Mistelbach geliefert und können dann dort an einem bestimmten Tag abgeholt werden.

Wer Interesse am Projekt hat und sich dem „FC Guad“ anschließen will, für den gibt es nächste Woche einen Infoabend mit allen Details.

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