Heiße Gitarren & satter Beat bei MusicMaker 2020-Bewerb. Die junge Lanzendorfer Band „Recharged“ gewann die Neuauflage des Bewerbes.

Von Florian Mark. Erstellt am 22. Januar 2020 (04:53)
Der erste Platz ging an die Lanzendorfer  „Recharged“ (v.l.): Oliver Schönemann, Herbert Rutschka, Erich Stubenvoll, Klaus Frank, Benjamin Koci, Felix Stefan, Michael Brunner, Simon Koci, Christian Balon, David Pearson.
Florian Mark

Es war eine lang erwartete Wiederkehr, die am Samstagabend vor  einem gefüllten Mistelbacher Stadtsaal ein bombastisches Finale fand. Nach acht Jahren Pause und intensiver Vorbereitung in Sachen Organisation, Technik und künstlerischer Arbeit kehrte der MusicMaker in die Bezirkshauptstadt zurück.

Der Wettbewerb mit dem alternativen Titel „Markus Kastner Award“  - dem gleichnamigen, 2008 verstorbenen Weinviertler Musiker gewidmet - wurde auch dieses Mal mit dem Ziel, heimische Musikschaffende in ihrer Arbeit zu fördern und zu feiern, abgehalten.

Keine Cover

Der Faktor des kreativen Schaffens war für die Organisatoren um Stadtrat Klaus Frank essenziell, und so durften die zahlreichen Teilnehmer, von denen es zwölf in die finale Ausscheidung schafften, nur Eigenkreationen und keine Cover zum Besten geben.

Dem „olympischen Gedanken“ folgend, war jeder der Teilnehmer - sieben aus dem Weinviertel, vier aus Wien, einer aus dem Mostviertel - ein Gewinner.

Nach der Wertung der sieben Juroren und des Publikums setzte sich bei der Vergabe des ersten Platzes aber doch die junge Lanzendorfer Band „Recharged“ mit ihrem äußerst talentierten Frontmann Michael Brunner, Benjamin Koci, Simon Koci und Felix Stefan und dem von verzerrten Gitarrenriffs, starkem Beat und dramatischer Lyrik geprägten Song „Emptiness Inside“ durch.

Austropop:  Margot Wendt mit „Des bin I“. Die junge Weinviertlerin überzeugte mit ihrer Performance.
NOEN

Der zweite Platz ging an den erfahrenen Bühnenveteranen und Ludwig Hirsch-Hommagisten Michael Jedlicka aus Schrick (und Band) für die Ballade „Tausendmal so schön“, der dritte Platz an die erst zwölfjährige Wienerin Adrianna mit einer ekstatischen Performance des poplastigen Songs „Who Cares“.

Am Ende haben alle zwölf Auftritte - von Hip-Hop („Freezy Trap“, Kaumberg) über Austropop („Des bin I“, Unterstinkenbrunn) und Schlagern (Harry Kucera, Wien) bis zu R’n’B (Mirjam Catal, Wien) - ein abwechslungsreiches Bild einer teils aufstrebenden, teils erfahrenen und in jedem Fall enthusiastischen österreichischen Musiklandschaft gezeichnet.

Der MusicMaker fand heuer nach mehrjähriger Pause wieder statt, MusicMaker-Erfinder Klaus Frank gelang die Wiederbelebung des Formats bestens: Der Kompositionsbewerb bietet heimischen Musikern eine Plattform.