Gemeindewohnung für Flüchtlinge. Die Stadt will einer syrischen Christenfamilie eine Unterkunft geben.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 16. Oktober 2014 (07:05)
NOEN, Michael Pfabigan
Mistelbach hilft: Christmas in Mistelbach-Organisator Klaus Frank, Bürgermeister Alfred Pohl, Sozialstadträtin Inge Pelzelmayer und Sozialausschuss-Stellvertreter Christian Balon wollen eine syrische Christenfamilie in Mistelbach aufnehmen und unterstützen.

„Wir sehen jeden Abend, wie es in der Welt zugeht. Da wollen wir einen sichtbaren Beitrag leisten!“, sagt Mistelbachs Bürgermeister Alfred Pohl (ÖVP). Und kündigt an, vorerst einmal eine Gemeindewohnung der Stadt an eine Flüchtlingsfamilie vergeben zu wollen.

„Die Wohnung in der Liechtensteinstraße ist gerade frei und wurde saniert“, sagt Pohl. Und wenn eine weitere Wohnung frei wird, werde auch die für eine Flüchtlingsfamilie vergeben, kündigt er an. Der Gemeinderat wird das in seiner nächsten Sitzung am Mittwoch beschließen. Geplant ist, einer syrischen Christenfamilie in Mistelbach Asyl zu geben, die unter Lebensgefahr ihre Heimat verlassen musste.

Sozialarbeitskreis Mistelbach ist Partner

Als Partner hat die Gemeinde dabei den Sozialarbeitskreis Mistelbach gefunden. Dieser ist ein Zusammenschluss von Pfarre, der Bewegung Mitmensch, der Gemeinde und der Caritas. Die Pfarre wird sich um die Betreuung und Integration der Familie kümmern, der Sozialarbeitskreis stellt Dolmetscher, die notwendige Rechtsberatung und das Know-how zur Verfügung.

„Das ist unser Weg: Wir wollen sie nicht in Massenquartieren unterbringen, sondern in kleinen Einheiten, in denen man sie wirklich integrieren kann“, sagt Sozialstadträtin Inge Pelzelmayer.

Benefiz-Weihnachtsgala für Flüchtlinge

Die Flüchtlinge werden Unterstützung brauchen. Deshalb stellt Organisator Klaus Frank heuer die Benefiz-Weihnachtsgala „Christmas in Mistelbach“ (13. Dezember im Stadtsaal) in den Dienst der guten Sache und wird mit den Rotarier-Partnern den Erlös - erwartete 6.000 Euro - für das Projekt spenden. Und weitere Spenden von Kleidung und Möbeln werden vermutlich auch gebraucht werden.