Hoffen, dass der Käfer nach Schlägerungen erledigt ist

Gemeinde wird den Waldbestand weiter im Auge behalten.

Michael Pfabigan
Michael Pfabigan Erstellt am 08. März 2019 | 05:00
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
440_0008_7513351_mis10mpf_wald.jpg
Wald ohne Bäume: Um dem Käferbefall in den Nadelbäumen Herr zu werden, wurden der Waldbestand im Mistelbacher Wald radikal reduziert und die befallenen Bäume umgeschnitten. Aufgeforstet wird jetzt vor allem mit Laubbäumen.
Foto: Michael Pfabigan

Wie viele Festmeter Holz jetzt im Zuge der Abwehrmaßnahmen gegen den Käfer im Mistelbacher Wald tatsächlich geschnitten werden mussten, wird sich bei der Endabrechnung Ende März/Anfang April zeigen, sagt der für den Mistelbacher Wald zuständige Vizebürgermeister Christian Balon.

Die Holzberge sind auf jeden Fall beachtlich. Im Herbst ging man davon aus, dass rund sechs Hektar im Gemeindegebiet vom Käferbefall betroffen sind. Käferbäume gab es sogar im Stadtgebiet beim Sportzentrum.

Anzeige

„Aus jetziger Sicht ist die Käferbekämpfung abgeschlossen“, sagt Balon, natürlich werden der Wald und die Käferlage weiterhin beobachtet, mit sogenannten Fangbäumen will man die bestehenden Baumkulturen vor weiterem Käferbefall schützen. Ob der Winter kalt genug war, damit Käfer absterben? Das werde sich erst in den nächsten Wochen zeigen, sagt Balon.

Jahrzehnte für Erholung nötig

„Für die Aufforstung ist geplant auf Baumarten zu setzen, welche für diese Standorte und Wuchsgebiete geeignet sind, vor allem Laubbaumarten, wie Eichen-Arten, Bergahorn, Vogelkirsche, aber auch Lärche als Mischbaumart“, sagt Christian Balon.

Bis sich der Wald vom Käferbefall erholt hat, wird es wieder einige Jahre bzw. Jahrzehnte dauern – und bis die jetzt geschlägerten Flächen wieder eine schön geschlossene Waldfläche bilden, sagen Experten.