Lernen im Schlaf wird durch HTL-Schüler real. Drei HTL-Schüler wollen mit Entwicklung Schlafphasen produktiv nutzen.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 02. Mai 2019 (04:54)
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Clemens Hasiner, Philipp Stetzl und Andreas Pribitzer schafften es mit ihrem Maturaprojekt „Lernsteigerung im Schlaf“ ins Finale des bundesweitenBewerbes „Jugend innovativ“.

Lernen im Schlaf – welcher Schüler (und Erwachsene) träumt nicht davon. Clemens Hasiner, Philipp Stetzl und Andreas Pribitzer, drei Schüler der HTL Mistelbach, entwickelten ihr (Matura)Projekt „Lernsteigerung im Schlaf“ und konnten damit die Jury überzeugen: Sie lösten ein Finalticket für den bundesweiten Bewerb „Jugend innovativ“. Die Mistelbacher sind dabei eines von sieben NÖ-Teams, die um den Sieg kämpfen.

„Unsere Idee basiert auf einer im März 2018 veröffentlichten Studie der Birmingham Universität, in welcher beschrieben wird, dass der Lernstoff während des Schlafens vertieft werden kann“, schildern die drei Maturanten: „Im Schlaf werden die Ereignisse des Tages im Langzeitgedächtnis abgespeichert. Bestimmte Schlafphasen können genutzt werden, um ausgewähltes Lernmaterial besser zu verarbeiten.“

„Unser Projekt ist genau deshalb so innovativ, weil es allen Schülern und Studenten dazu verhilft, bessere Erfolge in Schule und Studium zu erreichen!“Philipp Stetzl entwickelte mit Clemens Hasiner und Andreas Pribitzer das Projekt.

Da diese Studie noch relativ neu ist, ist die Arbeit der Weinviertler die erste, deren Ziel es ist, die Ergebnisse in die Praxis umzusetzen. „In der heutigen Zeit benutzt jeder ein Smartphone. Sehr häufig werden diese nur für den Zeitvertreib genutzt“, sagt Clemens Hasiner: „Wir versuchen, die häufige Verwendung der Smartphones zum Vorteil zu nutzen, indem wir den Lernstoff in eine leicht bedienbare App einbinden.“

Im Weiteren wird der Lernstoff während des Schlafes auditiv ausgegeben und vom Gehirn unterbewusst verarbeitet. „Somit bieten wir neben den vielen Ablenkungen, die sich auf den mobilen Geräten befinden, eine Möglichkeit, diese auch sinnvoll zu nutzen“, ergänzt Philipp Stetzl: „Unser Projekt ist genau deshalb so innovativ, weil es allen Schülern und Studenten dazu verhilft, bessere Erfolge in Schule und Studium und somit auch im späteren Berufsleben zu erreichen, sowie auch jenen, die sich in ihrem Beruf fortbilden möchten.“ Neben dem Berufsleben könnten die Menschen auch im privaten Bereich davon profitieren. „Beispielsweise fällt es mit diesem System leichter, neue Sprachen zu lernen oder sich in persönlichen Interessen weiterzubilden“, sagt Andreas Pribitzer: „Somit setzen wir genau dort an, wo die Wurzeln des Erfolges liegen: Beim Lernen.“

Bundesfinale in der Aula der Wissenschaften

„Tolles Projekt“, findet auch Schuldirektor Alfred Pohl, der stolz auf den innovativen Ansatz seiner Schüler und den Erfolg beim Wettbewerb ist.

Das Finale von „Jugend innovativ“ findet vom 4. bis 6. Juni in Aula der Wissenschaften (Wollzeile 27) in Wien statt. Am 6. Juni, von 9 bis 13 Uhr werden die Projekte öffentlich präsentiert.