Neue Bus-Umsteigestelle zehn Prozent günstiger. Projekt wurde günstiger, als veranschlagt. Vizebürgermeister Manfred Reiskopf stellte sich bei den fleißigen Bauarbeitern mit Bier und Stelze ein.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 21. Januar 2021 (04:46)
Rechtzeitig fertig und um zehn Prozent billiger, als veranschlagt: Die neue Bus-Umsteigestelle beim Bahnhof wird als zentraler Busbahnhof der Stadt Ende März in Betrieb gehen.
Michael Pfabigan

Die endgültige Endabrechnung für die neue Bus-Umsteigestelle beim Bahnhof Mistelbach steht zwar noch aus, der dafür zuständige Vizebürgermeister Manfred Reiskopf (SPÖ) freut sich aber schon jetzt: „Das Projekt wurde um rund zehn Prozent günstiger gebaut, als veranschlagt.“ Der Voranschlag hatte auf knapp eine Mio. Euro gelautet.

Wie ist das gelungen? „Christian Hollaus und Annemarie Schuster von der Stadtgemeinde Mistelbach haben ein perfektes Baukonzept aufgestellt, Baustellenkoordinator Peter Zwölfer von der Firma Piro & Plan war sensationell und die Arbeiter auf der Baustelle mit Polier Roland Mühl ein Wahnsinn“, streut der Vizebürgermeister allen beteiligten Rosen.

Stelze und Bier für die Bauarbeiter der neuen Bus-Umsteigestelle: Polier Roland Mühl mit Vizebürgermeister Manfred Reiskopf.
zVg

Noch ein nicht unwesentlicher Grund: Der eigens für dieses Projekt ins Leben gerufene Baubeirat, in dem alle Fraktionen vertreten waren, tagte einmal wöchentlich direkt auf der Baustelle. „Entscheidungen konnten so sofort getroffen werden, es wurde nichts hinausgezögert“, sagt Reiskopf, dem vor allem wichtig war, dass in diesem Gremium auch Finanzstadtrat Leo Holy (NEOS) vertreten war. Damit auch finanziell sofort reagiert werden konnte. „Von jeder Fraktion waren Mitglieder im Ausschuss, nur Elke Liebminger von der FPÖ ist nie gekommen“, verweist Reiskopf auf die breite Basis der Entscheidungen. Liebminger hatte das Projekt von Anfang an abgelehnt. Der Ausschuss ist übrigens ein Modell, das künftig auf alle Großbaustellen der Stadt angewandt werden soll.

Für den Vizebürgermeister war der Bau der Bus-Umsteigestelle zwischen Imbissstand und Bahnmagazin beim Bahnhof ein Herzensprojekt: „Ich hab das ja fast wie meine eigene Baustelle angesehen und war nahezu täglich dort“, lacht er: „Nicht weil ich die Arbeiter kontrollieren wollte, sondern weil mich das Tempo fasziniert hat, mit dem da was weiter gegangen ist.“

Kurz vor Weihnachten waren die Arbeiten planmäßig abgeschlossen. Was jetzt noch fehlt, muss vom Verkehrsverbund Ostregion eingebaut werden: Infomonitore, Pylonen und das Leitsystem. Dafür hat der VOR bis Ende März Zeit. Dann startet der neue Busfahrplan, der Bus und Bahn besser vernetzen soll und mit dem die zentrale Bus-Umsteigestelle vom Hauptplatz zum Bahnhof verlegt wird.

„Eigentlich wollte ich die Arbeiter der neuen Bus-Umsteigestelle zum Dank für ihre Arbeit ja zum Heurigen einladen“, sagt Vizebürgermeister Manfred Reiskopf. Wegen Corona und Lockdown ist das aber nicht möglich: „Also hab ich ihnen Bier und Stelze gebracht, damit sie sich auch ohne uns Politiker zusammensetzen können.“