Neue Technik: Kanal-Sanierung ohne Künette. Der Kanal in der Pater Helde-Straße bekam innen eine neue dichtende Epoxidharz-Schicht.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 15. Oktober 2020 (04:33)
Lokalaugenschein auf der Baustelle: Gerhard Spreitzer, Stefan Feiel undRoland Stroff von der Strabag AG Kanaltechnik, Bürgermeister ErichStubenvoll, Bauhofleiter Leopold Bösmüller und Stadtrat Josef Strobl.
Stadtgemeinde Mistelbach

Kurz vor der Fertigstellung und damit deutlich früher als ursprünglich geplant stehen die umfangreichen Arbeiten zur Sanierung des Kanals im Bereich der Pater Helde-Straße sowie des Schützenweges und der Spreitzergasse. Das war möglich, weil die Stadt bei der Kanalsanierung auf eine neue Technik gesetzt hatte, die auf ein Aufgraben der Straße weitgehend verzichten konnte.

Mitte August begann die Baufirma Strabag AG Kanaltechnik mit den Arbeiten, in deren Zuge in einem ersten Schritt versteckte Kanalanschlüsse aufgegraben und saniert wurden.

In einer zweiten Phase erfolgte die Sanierung des kompletten Kanals samt Einbindung sämtlicher Hausanschlüsse. Hierfür wurde ein Inliner eingezogen, mit dem die Kanalrohre aus Epoxidharz mit Warmwasser bzw. UV-Licht inwendig ausgehärtet wurden. Zum Abschluss folgt nun noch die Öffnung der Hausanschlüsse mittels Roboter und anschließende Einbindung in den Hauptkanal. In den nächsten Wochen werden noch die Schächte inwendig ausgekleidet.

Bei einer Besichtigung vor Ort überzeugten sich Bürgermeister Erich Stubenvoll und Stadtrat Josef Strobl vom raschen Baufortschritt.

„Das Verfahren ist dort sinnvoll, wo nicht ohnehin Hausanschlüsse, Strom, Gas, Wasser, Lichtwellenleiter, etc. verlegt werden müssen“, sagt Bürgermeister Erich Stubenvoll. Also nur dort, wo nur der Kanal saniert werden muss.

Technik am Kirchenberg nicht geeignet

Wie einsetzbar ist das Verfahren am Kirchenberg, einer bevorstehenden Mega-Kanalbaustelle? Dort befinden sich die ältesten Teile des Mistelbacher Kanalnetzes: „Am Kirchenberg wird man auch andere Infrastruktur im Zuge der Arbeiten erneuern“, sagt der Bürgermeister. Zudem sei dort auch die Oberfläche bereits sanierungsbedürftig und ist nicht schützenswert.