Neustart: Neumarkt ab jetzt vormittags geöffnet. Stadt reagiert auf Kunden- und Ausstellerflaute und verlegt den freitäglichen Frischemarkt ab Oktober auf 8 bis 14 Uhr.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 13. September 2017 (05:33)
Den Wünschen der Marktfahrer des Neumarktes wurde bedingt nachgekommen: Die Marktzeit rutscht vom Nachmittag auf Freitagvormittag.
NOEN, mpf

„Wir wollen die Änderungen jetzt so rasch als möglich umsetzen“, sagt Zentrums-Stadtrat Erich Stubenvoll: „Damit der Markt ein Aushängeschild für die Stadt wird.“ Ab 6. Oktober reagiert die Stadtgemeinde auf die anhaltende Besucher- und mittlerweile auch Ausstellerflaute am Mistelbacher Neumarkt und verlegt die Marktzeit vom Nachmittag auf 8 bis 14 Uhr.

Der Standort, die verkehrsberuhigte Zone vor dem Rathaus, bleibt als Marktgebiet des Neumarktes. Der Montagsmarkt übersiedelte bereits in der Vorwoche zurück an die Längsseite des Hauptplatzes in den Bereich H&M und Foto Puchner.

Dadurch, dass die Marktzeit des Neumarktes bis 14 Uhr gezogen wird, kann das Food-Truck-Konzept fortgesetzt werden: Jede Woche bietet ein anderer, kulinarischer Anbieter auf vier Rädern seine Speisen an.

Änderung soll Aufschwung bringen

Die Änderungen sind Ausfluss einer Umfrage unter den Marktfahrern, mit welchen Maßnahmen sie sich eine Attraktivierung des frequenzmäßig schwächelnden Marktes vorstellen könnten, der nach dem Start im Herbst 2016 und nach dem Winter nicht wirklich mehr auf die Beine kam. Im Sommer waren phasenweise nur noch vier Stände am leeren Platz vor dem Hauptplatz zu finden gewesen.

Was tun gegen den Standler-Exodus? Begonnen wurde vor einem Jahr immerhin mit 40 Ausstellern. Für jene, die sich verpflichten, ein Jahr am Neumarkt vertreten zu sein, gibt es einen Standplatznachlass von drei Euro pro Laufmeter. Ein Laufmeter kostet sechs Euro.

„Ich glaube, dass eine Bezirkshauptstadt wie Mistelbach schon zwei Märkte verträgt“, sagt Stubenvoll: „Viele kritisierten, dass am Vormittag die klassische Einkaufszeit ist. Nun hoffe ich, dass nicht nur kritisiert, sondern auch am Neumarkt eingekauft wird. Andernorts dauerte es aber auch einige Jahre, bis ein neu geschaffener Markt wirklich schön frequentiert war“, zeigt sich Stubenvoll zuversichtlich.

 

Umfrage beendet

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