Obermayer zurück nach Kollaps: „Es geht mir gut!“. VP-Bezirksgeschäftsführer Horst Obermayer nach seiner Reha wieder im Amt.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 24. Februar 2017 (04:57)
Mehr Bewegung und nicht mehr jeden Termin besuchen: ÖVP-Bezirksgeschäftsführer Horst Obermayer ist nach seinem Kollaps, Herzrhythmusstörungen und Reha wieder zurück.
NOEN, Michael Pfabigan

„Mir geht’s gut!“ Seit einer Woche ist ÖVP-Bezirksgeschäftsführer Horst Obermayer wieder im Dienst, nachdem Anfang Dezember sein Leben an einem seidenen Faden gehangen war.

Bei einer Veranstaltung in St. Pölten bekam er plötzlich Herzrhythmusstörungen, das Hirn wurde mit Sauerstoff unterversorgt und er kippte um.

Nach dem Aufwachen sofort ansprechbar

Es war keine lange Sauerstoff-Unterversorgung, Schäden traten keine auf. Trotzdem wurde er sofort in künstlichen Tiefschlaf versetzt. Auch, um Flüssigkeit aus seinem Herzbeutel abzusaugen – Folgen einer Vorerkrankung, als er sich vor Jahren wegen einer Herzmuskelentzündung behandeln lassen musste.

Nach dem Aufwachen war er sofort ansprechbar: „Und als mich Birgit da besucht hat, hab’ ich mich gleich entschuldigt, weil mein Geburtstagsgeschenk für sie im Bandbus liegt“, erinnert sich Obermayer. Der Weg zurück war dann rasch: Nach kurzer Zeit wurde er vom Landesklinikum St. Pölten nach Mistelbach verlegt, Anfang Jänner ging’s zur Reha nach Groß Gerungs.

Und seit der Vorwoche, etwa zwei Monate nach seinem Kollaps, ist er wieder zurück. Damit die Herzrhythmusstörungen Obermayers Herz nicht mehr aus dem Takt bringen, wurde ihm ein Defibrillator eingesetzt, der im Fall des Falles für die nötige Taktung sorgt.

„Ich hab’ den Vorteil, dass ich mich an den ganzen Tag nicht mehr erinnern kann“Horst Obermayer

Wie hat er es erlebt? „Ich hab’ den Vorteil, dass ich mich an den ganzen Tag nicht mehr erinnern kann“, sagt Obermayer im NÖN-Interview. Was sind seine Lehren aus dem Zusammenbruch?

„Ich starte jetzt jeden Tag mit einer Stunde gehen“, will er künftig den Tag optimaler beginnen. Und: Er wird nicht mehr jede Veranstaltung besuchen, er muss lernen, zu delegieren.

"Was mir Spaß macht, das soll ich auch machen“

Die Musik, Obermayer ist Mitglied bei der Tanzband „Focus“, wird er nicht lassen: „Am Anfang der Reha hatte ich beim Belastungstest 72 Prozent, am Ende 102 Prozent. Mir wurde gesagt: Was mir Spaß macht, das soll ich auch machen“, sagt Obermayer. Und spielte deshalb gleich nach seiner Rückkehr wieder auf einem Ball.

Nächstes Ziel: Mit seiner Lebensgefährtin ist er seit zehn Jahren zusammen, im Herbst werden sie sich das Jawort geben.