Pole stahl Lego-Steine im Wert von 105.000 Euro. „Ich schwöre auf die Bibel, ich war es nicht“, leugnete Pole Einbrüche in Spielwarengeschäfte trotz verräterischer Indizien.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 01. Februar 2017 (05:50)
Pixabay

„In dem Geschäft sah es aus, als wenn ein Orkan durchgefegt wäre. Eine Vielzahl an geöffneten und geplünderten Schachteln lagen umher. Die Einbrecher haben Lego-Steine im Wert von 52.424 Euro gestohlen“, erinnert sich ein Ermittler zwei Jahre nach der Tat noch gut daran, welche Verwüstung die Einbrecher in dem Mistelbacher Spielwarengeschäft am Stadtrand hinterlassen hatten.

Zwei weitere Geschäftseinbrüche (in Neusiedl im Bezirk Wiener Neustadt und in Vormarkt in Oberösterreich) folgten und die Täter erbeuteten insgesamt Lego-Steine im Gesamtwert von 105.000 Euro.

DNA-Spuren an Tatorten gefunden

Die Coups gingen auf das Konto einer polnischen Einbrecherbande. Zwei Täter konnten geschnappt werden. Während sich der Pole Bartlomiej H. geständig zeigte und eine zweieinhalbjährige Gefängnisstrafe akzeptierte, leugnete Komplize Tomas H. (35) beim Prozess beharrlich: „Ich kann auf die Bibel schwören, dass ich nicht dabei war“, beteuert er.

Dreist leugnete er, obwohl DNA-Spuren von ihm an den Tatorten gefunden wurden. Nach einem umfangreichen Beweisverfahren wurde der uneinsichtige Pole zu einer 22-monatigen Gefängnisstrafe verurteilt. Überraschend nahm er die Strafe an. Rechtskräftig.