Politiker als Florianis: „Wollte System kennenlernen“. Drei der Mistelbacher Stadträte traten der FF im Erwachsenenalter bei.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 04. September 2019 (04:02)
Absolvierte seine Basisausbildung bei der FF Mistelbach: VP-Stadtrat und Probefeuerwehrmann Erich Stubenvoll,im Bild mit FF-ChefGerhard Grum.
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Über prominente Neuzugänge darf sich die FF Mistelbach freuen: Vizebürgermeister Christian Balon hat seine Basisausbildung im nächsten Frühjahr noch vor sich, Stadtrat Erich Stubenvoll (beide ÖVP) absolvierte sie vor Kurzem erfolgreich.

„Natürlich ist es ein positives Zeichen, wenn man als Mitglied der Stadtregierung bei der FF dabei sein darf“, sagt der Vizebürgermeister. „Es darf aber keine Symbolik bleiben, der Kontakt muss aufrichtig und wertschätzend sein.“ Balon war schon immer ehrenamtlich aktiv. Zehn Jahre lang fuhr er für das Rote Kreuz als Sanitäter, in den vergangenen Jahren war er als Vizebürgermeister oft mit den Feuerwehren bei Einsätzen, Besprechungen und Versammlungen: „Da dachte ich mir: Es ist gut, das System auch als Mitglied kennenzulernen.“

„Feuerwehr sollte mehr Wertschätzung erhalten“

„Gemeindevertreter sollten in Vereinen und auch bei der FF aktiv sein. Bei mir war der Auslöser, dass ich genauer wissen wollte, wie Feuerwehr funktioniert“, sagt Stadtrat Erich Stubenvoll: „Als Kommunalpolitiker kann ich schwer die richtigen Entscheidungen treffen, wenn ich keine Sachkenntnis habe.“

Bei der Feuerwehr zu sein bedeute nicht nur Schutz und Sicherheit für die Bürger, sondern auch Kameradschaft und das gemeinsame Miteinander, besonders bei den vielen Festaktivitäten der Feuerwehren, meint Balon. „Zeit habe ich nicht zu viel, aber ich möchte mich im Rahmen meiner Möglichkeiten einbringen“, erklärt Stubenvoll, und weiter: „Die FF sollte mehr Wertschätzung von der Stadtregierung erhalten.“

Denn es sei in der Vergangenheit vorgekommen, dass Stadtregierung und Feuerwehr weniger harmonisch miteinander agiert hatten.

Oberfeuerwehrfrau und FP-Stadt-rätin Elke Liebminger: Sie ist auch Mitglied im Schadstofftrupp der FF.
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Ein Wunsch, der Feuerwehrstadträtin Elke Liebminger (FPÖ) freuen wird: Sie ist aktive Feuerwehrfrau in der FF Paasdorf und eine Spätberufene: Liebminger trat 2011 bei und ist mittlerweile Oberfeuerwehrmann. Sie erfüllte sich damit einen Wunsch: „In meiner Jugend gab es das noch nicht, dass Mädchen der FF beitreten durften“, lacht Liebminger.

„Mit dem Themenbereich ‚Schutz des Heimes‘ habe ich mich schon immer beschäftigt“, sagt Liebminger. Für sie sei es selbstverständlich gewesen, der FF beizutreten, als sie die Möglichkeit und die Zeit dafür hatte. Seit zwei Jahren ist sie zudem Mitglied im Schadstofftrupp der FF Mistelbach.

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