Schlagloch-Rallye: Großes Abenteuer im alten Bus. Vier Mistelbacher machen beim Pothole-Rennen über die wüsten Straßen Osteuropas mit.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 24. Juni 2021 (04:43)
440_0008_8106018_mis25zvg_kteam.jpg
Das K-Team begibt sich mit seinem 32 Jahre alten Bus auf die Schlagloch-Rallye Pothole Rodeo durch Osteuropa und das Baltikum: Alexander Schöfböck, Lena Sattmann, Benjamin Hymer, Rudolf Buryan mit Hauptsponsorin Sabine Buryan.
Josef Schimmer, Josef Schimmer

Was auf sie zukommt, das weiß das K-Team noch nicht. Fix ist aber: „Dass es einfach wird, davon kann keine Rede sein“, sagt Teamchef Benjamin Hymer.

Gemeinsam mit Rudolf Buryan, Lena Sattmann und Alexander Schöfböck wird er als K-Team, eine Hommage an das legendäre A-Team und Hauptsponsor Autohaus Karl, am Pothole Rodeo „Revolution“ teilnehmen und dabei mit einem umgebauten alten Feuerwehrauto zwölf Tage lang quer durch Osteuropa und das Baltikum fahren und in einer Schnitzeljagd Aufgaben erledigen. Und das auf Straßen, die dem Namen der Rallye alle Ehre machen: Denn Pothole heißt Schlagloch.

„In Transnistrien sind Straßensperren mit bewaffnetem Militär, Stacheldraht und Panzern alltäglich.“ Benjamin Hymer, Team-Chef K-Team

„Gestartet wird in Tschechien, dann geht es durch die Slowakei in die Ukraine und weiter nach Moldawien und Transnistrien“, kennt Hymer zumindest die grobe Route des Roadtrips: „In dieser, noch immer von Russland unterstützten, Separatistenregion sind Straßensperren mit bewaffnetem Militär, Stacheldraht und Panzern alltäglich.“

Anschließend führt die Route zurück in die Ukraine, wo die vier Mistelbacher die Gegend um das Atomkraftwerk Tschernobyl und Prypjat erkunden werden. Über Polen, vorbei an Weißrussland, geht es dann nach Norden ins Baltikum, durch Litauen, Lettland und Estland.

Roadtrip abseits von Touristengebieten

Am Rückweg geht es durch die russische Enklave Kaliningrad zum Ziel in Danzig, Polen. „Kurz zusammengefasst: Ein Roadtrip abseits klassischer Touristengebiete. Abseits von Autobahnen und befestigten Straßen werden sowohl Fahrer als auch Fahrzeug an ihre Grenzen gebracht“, erwartet sich der Team-Chef.

Voraussetzung für das Rennen ist, dass das gefahrene Fahrzeug maximal 500 Euro gekostet hat, max. 50 PS oder mehr als 500.000 Kilometer Laufleistung hat: Das Rennvehikel ist ein Ford Transit, Baujahr 1989, ein ehemaliges Feuerwehr Fahrzeug aus Oberösterreich.

Mit vielen Spielereien aufgemotzt

„In unzähligen Arbeitsstunden wurde das Gefährt in einen technisch vertretbaren Zustand versetzt und allerlei Spielereien eingebaut“, verrät Rudi Buryan: „Unter anderem gibt es für abendliche Zeltaufbauten in der osteuropäischen Steppe Scheinwerfer, die eine Rundum-Beleuchtung ermöglichen, eine Drucklufthupe, um sich im ukrainischen Verkehr durchzusetzen und einen Außenlautsprecher, um auch ganz sicher nicht überhört zu werden.“

„Bei dieser Low-Budget-Rallye geht es nicht um Schnelligkeit“, lacht Alex Schöfböck: Jeden Tag werden an den Checkpoints Aufgaben verteilt, die es zu lösen gilt. Dafür gibt es Punkte. Sieger wird das Team mit den meisten Punkten. Unterstützt wird es von einer Reihe Sponsoren aus Mistelbach, die mit Tankgeld und Verpflegung für unterwegs und für die Abende nach den anstrengenden Tagesetappen sorgen.

Unterwegs ist das K-Team von 27. Juli bis 7. August, wer es auf dieser außergewöhnlichen Reise virtuell begleiten oder unterstützen möchte, kann auf Facebook (f b.me/1072theKteam ) oder Instagram ( www.instagram.com/thekteam1072 ) immer live bei der Rallye dabei sein.