Mistelbach: Schwarze Absolute ist weg. Die Absolute der ÖVP in Mistelbach ist weg: Bei der Gemeinderatswahl 2020 verlor die Volkspartei unter Bürgermeister Christian Balon zwei Mandate und muss ich jetzt einen Koalitionspartner für die künftige Arbeit suchen, will er weiter Bürgermeister bleiben. Denn rein rechnerisch geht sich auch eine Regenbogenkoalition aus SPÖ, Liste LaB, FPÖ, NEOS und Grünen aus.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 26. Januar 2020 (19:47)
Warten auf das Wahlergebnis im Mistelbacher Rathaus: Das Ergebnis begeisterte die ÖVP wenig.
Michael Pfabigan

Die SPÖ mit Spitzenkandidat Manfred Reiskopf, Quereinsteiger und nach Eigendefinition Bürgermeisterkandidat, holte 10 Sitze im Gemeinderat, die Liste aktiver Bürger LaB kamen auf vier Mandate, Freiheitliche und NEOS jeweils auf ein Mandat. Die Grünen schafften den Wiedereinzug mit drei Mandaten – mehr, als sie bislang je im Mistelbacher Gemeinderat hatten.

Wie geht es jetzt weiter? „Wir reden mit allen Parteien“, kündigt Bürgermeister Christian Balon an, es brauche jetzt einen verlässlichen Partner. „Wir werden dieses Mal nicht warten, bis wir zu Gesprächen eingeladen werden, sondern selbst aktiv werden und Gespräche führen“, kündigt Friedrich Brandstetter (LaB) an, für Manfred Reiskopf ist die ÖVP Ansprechpartner Nummer eins. Wenn diese Gespräche keine Ergebnisse bringen, werde man auch mit den anderen Parteien reden. Was werden Koalitionsbedingungen sein? „Das will ich jetzt noch nicht kund tun“, sagt Reiskopf.

Wird es eine Regenbogenkoalition in Mistelbach geben, bei der die Opposition einen Pakt gegen die ÖVP schließt? Dazu wollte sich am Wahlabend keiner der Oppositionspolitiker äußern. 

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