Stadt entscheidet über geplanten Busbahnhof. Welche Variante beim Bahnhof errichtet wird, das entscheiden nicht VOR und ÖBB, widersprechen beide der Stadt.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 06. Februar 2020 (04:34)
Alfred Weidlich und Martina Pürkl haben mit ihrer Baum-Schutzpetition für die Allee beim Bahnhof bisher (online und mit Unterschriftenlisten) geschätzte 700 Unterschriften gesammelt. Beide Sammelaktionen laufen noch.
NOEN

„Am 10. Jänner 2020 wurden der VOR und die ÖBB durch die Stadtgemeinde Mistelbach darüber informiert, dass es Bedenken bezüglich der Rodung von Bäumen im Bereich des zukünftigen Busbahnhofes gibt“, sagt Jürgen Pogadl vom Verkehrsverbund Ostregion VOR: Die Stadtgemeinde habe beiden Partnern an diesem Tag mehrere Varianten zur Begutachtung vorgelegt.

Die ÖBB und der VOR seien ersucht worden, Stellungnahmen zu den verschiedenen Varianten abzugeben. „Eine Stellungnahme aus verkehrsplanerischer Perspektive wurde vom VOR an die zuständige Person innerhalb der Gemeinde zur Weiterleitung an den Gemeinderat übermittelt“, sagt Pogadl.

Wer trifft also die Entscheidung, welche Variante bei der Busumsteigestelle gebaut werden soll? „Wir möchten betonen, dass die Entscheidung über die weitere Vorgehensweise selbstverständlich bei der Gemeinde liegt und der VOR sich hier ausschließlich beratend in Sachen Verkehrsplanung einbringt“, sagt Pogadl.

Im Vorfeld hatte Bürgermeister Christian Balon (ÖVP) gesagt, die Entscheidung, welche der drei Varianten beim Busbahnhof gebaut würde, liege bei ÖBB und VOR. Gebaut wird übrigens ausschließlich auf Gemeindegrund. Denn die Stadtgemeinde hatte alle Flächen, die für den Busbahnhof notwendig sind, bei der letzten Sitzung in Dezember von der ÖBB gekauft. Damit bei der Abwicklung alles in einer Hand ist und es problemloser ablaufen könne, so die damalige Begründung.

Welche Pläne es tatsächlich gibt, das wird die Stadtgemeinde am Montag, 17. Februar ab 19 Uhr im Stadtsaal präsentieren. Anwesend werden bei diesem Termin nicht nur die Stadtregierung, sondern auch die Verantwortlichen des VOR und der ÖBB sein. Die Präsentation ist für alle interessierten Mistelbacher öffentlich zugängig.