Umsatzeinbruch durch Baustelle: Kunden finden nicht zu Geschäften

Erstellt am 29. Juni 2022 | 05:54
Lesezeit: 3 Min
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Die Ernstbrunnerstraße ist derzeit eine Einbahn Richtung Lagerhauskreuzung. Zumindest bis zum kika kann man jetzt über den Parkplatz in die Gegenrichtung fahren.
Foto: Michael Pfabigan
Die Betriebe in der Ernstbrunner Straße in Mistelbach leiden unter den Arbeiten. Jetzt ist zumindest ein Teil über die Gegenrichtung erreichbar.
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Noch bis spätestens Oktober sollen die Straßenbauarbeiten in der Ernstbrunner Straße dauern. Sie ist nur halbseitig befahrbar. Das Problem: Die meisten Kunden finden entweder die Zufahrten zu den Geschäften nicht oder wollen nicht den Umweg über die Umfahrung Mistelbach nehmen, um in die Straße von der richtigen Seite einzufahren.

Der Verkehr wird von Lanzendorf Richtung Lagerhauskreuzung geführt – augenscheinlich in die falsche Richtung. Denn nicht nur Autohäuser, auch Discounter klagen über Frequenz- und Umsatzeinbußen von bis zu 25 Prozent.

„Wir merken es auch ganz stark bei den Frühstücksgästen in unserem Restaurant“, erzählt Andreas Zach, Geschäftsführer bei kika Mistelbach. Sonst stehen die Frühstückswilligen schon eine halbe Stunde vor Geschäftsöffnung vor der Tür, jetzt ist es eher mau um die Zeit: „Manche wollen nicht im Kreis fahren, manche finden schlichtweg nicht her“, sagt Zach. Und einmal hat er sogar selbst einen Orientierungslotsen zu seinem Geschäft gelotst. Nicht umsonst mehren sich im Hüttendorf-Kreisverkehr die Hinweisschilder, wie man zu den Geschäften im Fachmarktzentrum an der Ernstbrunner Straße kommt.

Zufahrt über Pagro-Parkplatz

Jetzt gibt es zumindest eine Lösung für den westlichen Teil des Fachmarktzentrums: Künftig kann man von der Lagerhauskreuzung kommend zumindest bis zum Hofer fahren und dann auf die Verbindungswege am Parkplatz vor Pagro und Co. einbiegen und so in diese Richtung auch zu den Geschäften im kika-Areal kommen. Immobilienbesitzer Hans Wimmer öffnete den Parkplatz, der in seinem Besitz steht, für diese Umleitung.

Sind die Arbeiten an der ersten Fahrspur abgeschlossen, wird derzeit geprüft, ob man nicht auch die Fahrtrichtung in der Ernstbrunner Straße ändert, wovon auch die Autohäuser am Anfang/Ende der Ernstbrunner Straße – Kornek und Wiesinger – profitieren würden. Das ist aber noch in Prüfung.

Warum wird der Verkehr überhaupt derzeit von Lanzendorf kommend Richtung Lagerhauskreuzung (für viele stadteinwärts) geführt?

„Als die Baustelle eingerichtet wurde, hatten wir auch eine Baustelle in der Mitscha-Straße. Die war stadteinwärts gesperrt, die alternativen Umleitungen gingen über die Liechtensteinstraße und eben über die Ernstbrunner Straße“, sagt Bürgermeister Erich Stubenvoll.

Neben den Arbeiten am Untergrund der Ernstbrunner Straße wird derzeit eine E-Tankstelle für Busse und Autos gebaut und das frühere „Dänische Bettelnager“, oder JYSK zum neuen Penny-Markt umgebaut. Die beiden Baustellen sollen Mitte August fertig sein.

Da die Bauarbeiter an der Ernstbrunner Straße eifrig daran sind, dass die Arbeiten zügig vorangehen, spendierte Hans Wimmer Jausen-Pakete.

Eine Einladung zum Frühstück ins kika-Restaurant schlugen sie aus: Erst wollten sie die Straße fertig bringen, dann würden sie sich gerne mit Wimmer zusammensetzen, ließen sie ausrichten.

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